Klassische Gitarren

Die klassische Gitarre mit ihren weichen Nylonsaiten und ihrem charakteristischen Timbre ist zu einem Symbol für Kammermusik, spanische Tradition und Konzertrepertoire geworden. Ihre moderne Form wurde im 19. Jahrhundert von Antonio de Torres geprägt und setzte den Standard für Korpus, Fächerbeleistung und die Mensur von 65 Zentimetern, die bis heute verwendet werden. Instrumente dieser Kategorie eröffnen eine reiche Klangpalette – von den feinsinnigen romantischen Miniaturen Tárregas bis hin zu den majestätischen Konzerten Rodrigos. Hier findest du Gitarren, die historische Kontinuität bewahren und zugleich zu neuen Interpretationen inspirieren.
Classical Guitars

Häufig gestellte Fragen zum Kauf einer Konzertgitarre

Wie wähle ich die richtige Konzertgitarre für mein Niveau?

Die Wahl der passenden Konzertgitarre hängt von deinem Spielniveau, deinen musikalischen Zielen und deinem Budget ab. Anfänger profitieren von Studiomodellen renommierter Werkstätten, während fortgeschrittene Spieler und Profis oft eine handgefertigte Meistergitarre wählen. Wir beraten dich gerne persönlich und schicken dir auf Wunsch ausführliche Klangbeispiele und Videos.

Was unterscheidet eine Meistergitarre von einer Studiogitarre?

Meistergitarren werden komplett von Hand in der Werkstatt eines einzelnen Gitarrenbauers gefertigt. Es kommen ausschließlich hochwertige, gut abgelagerte Tonhölzer zum Einsatz. Studiogitarren werden in kleinen Serien gefertigt, oft unter Aufsicht des Meisters, und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Schüler und ambitionierte Amateure.

Kann ich eine Konzertgitarre 14 Tage zu Hause testen?

Ja – jede Gitarre, die du bei uns kaufst, darfst du 14 Tage in Ruhe zu Hause testen. Diese kostenlose Testphase gilt weltweit für alle Bestellungen, egal ob in Deutschland, Europa, den USA, Asien oder anderswo. Wir versenden dein Instrument versichert in einem hochwertigen Koffer, damit du es unter deinen eigenen akustischen Bedingungen ausprobieren kannst. Sollte die Gitarre nicht die richtige für dich sein, schick sie einfach zurück und du erhältst den vollen Kaufpreis erstattet.

Kann ich eine Konzertgitarre vor dem Kauf testen?

Selbstverständlich. Du bist herzlich eingeladen, unseren Showroom in Karlsruhe zu besuchen und die Instrumente in Ruhe zu testen. Termine vereinbaren wir gerne persönlich. Falls ein Besuch nicht möglich ist, senden wir dir detaillierte Videos und Klangbeispiele und beraten dich ausführlich per Telefon oder Video-Call.

Welche Zahlungsmöglichkeiten und Finanzierungen bietet ihr an?

Wir akzeptieren Banküberweisung, PayPal, gängige Kreditkarten sowie Klarna. Für hochwertige Instrumente bieten wir auf Anfrage individuelle Ratenzahlungen an. Sprich uns gerne direkt an, wir finden für jedes Budget eine passende Lösung.

Wie pflege ich meine Konzertgitarre richtig?

Eine Konzertgitarre benötigt eine konstante Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent. Lagere das Instrument im Koffer mit einem Luftbefeuchter, vermeide direkte Sonneneinstrahlung und große Temperaturschwankungen. Wechsle die Saiten regelmäßig und reinige die Gitarre mit einem weichen Mikrofasertuch.

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Du möchtest eine Konzertgitarre kaufen? Die klassische Gitarre — auch Konzertgitarre oder spanische Gitarre genannt — ist mit Nylonsaiten bespannt, anders als Stahlsaiten-Akustikgitarren (Westerngitarren) oder E-Gitarren. Dieser Ratgeber erklärt ihre Geschichte, ihren Aufbau, die Tonhölzer, die ihren Klang prägen, und wie du das richtige Instrument für dein Niveau und deinen Wunschklang findest.

Die klassische Gitarre: Charakter und Repertoire

Die klassische Gitarre kommt vor allem in der klassischen Musik (besonders Kammermusik), in der Folk- und lateinamerikanischen Musik sowie im Flamenco zum Einsatz. Eigens für sie komponierte Musik reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück, als die sechste Einzelsaite hinzukam — die ältere Barockgitarre hatte meist fünf Saitenpaare (Chöre). Ihr warmer, nuancenreicher Klang und der breite Sattel (52 mm gegenüber 43–44 mm bei Stahlsaiten-Akustikgitarren) machen sie sowohl zum ernsthaften Konzertinstrument als auch zum bequemsten Einstieg für Anfänger.

Eine Geschichte der klassischen Gitarre: Von der Vihuela zum Konzertsaal

Die moderne Konzertgitarre ist das Ergebnis jahrhundertelanger Entwicklung, geprägt von Gitarrenbauern, Komponisten und Interpreten über Kulturen und Epochen hinweg. Diese Geschichte zu kennen vertieft deine Beziehung zum Instrument und zur Musik, die du darauf spielst.

Von der Vihuela zur Barockgitarre (1500–1750)

Zu den Vorfahren der klassischen Gitarre zählen die vierchörige Renaissance-Gitarre und die Vihuela — ein gitarrenförmiges Instrument, das im Spanien des 16. Jahrhunderts beliebt war. Komponisten wie Luis de Narváez (geb. um 1500) und Alonso Mudarra schrieben anspruchsvolle polyphone Musik für die Vihuela, überliefert in gedruckten Tabulaturen der 1530er–1550er Jahre — einige der frühesten komponierten Werke für ein Zupfinstrument überhaupt.

Im späten 16. Jahrhundert verdrängte die fünfchörige Barockgitarre die Vihuela: kleiner und heller als das heutige Instrument. Robert de Visée (geb. um 1655), Kammermusiker Ludwigs XIV. in Versailles, schrieb elegante Tanzsuiten, die bis heute zum Kernrepertoire gehören, während Gaspar Sanz (geb. 1640) 1674 sein bedeutendes Werk Instrucción de Música sobre la Guitarra Española veröffentlichte. In England wurde die Lautenmusik von John Dowland (geb. 1563) so erfolgreich übertragen, dass sie heute weltweit zum Standardrepertoire der Konzertgitarre zählt.

Klassik und Romantik (1750–1900)

Der Übergang von fünf Chören zu sechs Einzelsaiten im späten 18. Jahrhundert schuf das Instrument, das wir heute kennen — und löste eine Explosion komponierter Musik aus.

Fernando Sor (1778–1839), geboren in Barcelona, wird oft der „Beethoven der Gitarre“ genannt; seine Etüden op. 60 sind bis heute grundlegend. Mauro Giuliani (1781–1829) brachte den Wiener Klassizismus auf die Gitarre und verkehrte in Wien im Kreis von Beethoven, Hummel und Diabelli. Dionisio Aguado (1784–1849), Sors enger Freund und Rivale, prägte die moderne Technik — darunter das Spiel mit den Fingernägeln und die Tripodison-Stütze. Johann Kaspar Mertz (1806–1856) übertrug die romantische Klaviertradition von Chopin und Schumann auf das Instrument.

Das späte 19. Jahrhundert brachte Francisco Tárrega (1852–1909), der weithin als Vater der modernen Konzertgitarren-Technik gilt. Er etablierte die Spielhaltung, die Tonerzeugung und die Bearbeitungspraxis, die bis heute Standard sind; seine Werke Recuerdos de la Alhambra, Lágrima und Capricho Árabe gehören zu den meistgespielten des Repertoires. Seine Schüler Miguel Llobet und Emilio Pujol trugen seine Methoden ins 20. Jahrhundert.

Antonio de Torres: Der Stradivari der Gitarre (1817–1892)

Antonio de Torres Jurado ist für die Gitarre, was Stradivari für die Geige ist. In Sevilla und später in Almería tätig, schuf er die Vorlage, der jede moderne Konzertgitarre folgt. Zu seinen Neuerungen zählen ein deutlich größerer Korpus für mehr Volumen und Projektion; bemerkenswert dünne Decken (an der dicksten Stelle nur 2,5 mm); das siebenteilige Fächerbalken-System, das die früheren Querbalken ersetzte und die Schwingung über die ganze Decke verteilt, während es der Saitenspannung standhält; die standardisierte Mensur von 650 mm, die bis heute gilt; ein mehrteiliger Hals gegen Verzug; ein breiteres Griffbrett für die linke Hand; und mechanische Stimmmechaniken anstelle von Holzwirbeln. Jede seither gebaute Konzertgitarre ist im Kern eine Torres-Gitarre.

Vom 20. Jahrhundert bis heute

Andrés Segovia (1893–1987) trug das Instrument auf die Weltbühne und gab Werke bei Joaquín Rodrigo, Manuel Ponce, Mario Castelnuovo-Tedesco und Federico Moreno Torroba in Auftrag. Agustín Barrios Mangoré (1885–1944) aus Paraguay komponierte über 300 Werke, die klassische Form mit lateinamerikanischer Volksmusik verbinden. Heitor Villa-Lobos (1887–1959) schrieb die 12 Etüden und 5 Präludien — Meilensteine des modernen Repertoires. Julian Bream (1933–2020) bewegte Komponisten wie Britten und Walton dazu, für die Gitarre zu schreiben. Rodrigos Concierto de Aranjuez (1939) bleibt das berühmteste Gitarrenkonzert, das je geschrieben wurde.

Aufbau und Konstruktion einer Konzertgitarre

Zu verstehen, wie eine Konzertgitarre gebaut ist, hilft dir bei einer fundierten Kaufentscheidung und lässt dich die Handwerkskunst hinter jedem Instrument schätzen.

Die Decke: Wo der Ton entsteht

Die Decke ist die wichtigste klangliche Komponente — rund 70 % des Klangcharakters stammen vom Deckenholz und seiner Konstruktion. Die hochwertigsten Decken zeigen feine, gleichmäßig verteilte, enge Jahresringe, ein Zeichen für langsames, gleichmäßiges Wachstum und ein optimales Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht.

  • Fichte (Picea): die traditionellste Decke, von Torres und den meisten großen Gitarrenbauern seither verwendet. Hell, brillant, mit hervorragender Klarheit, Projektion und großer Dynamik. Fichte braucht Spielzeit, um sich zu „öffnen“ — gut gespielte Decken können nach Jahrzehnten außergewöhnlich klingen.
  • Zeder (Thuja plicata): wärmer, dunkler, sofort ansprechend, mit einem komplexen Obertonspektrum von Anfang an und ohne lange Einspielzeit. Verzeiht einen leichteren Anschlag, erreicht ihren klanglichen Höhepunkt aber früher und entwickelt nie die helle Höhenbrillanz der Fichte.
  • Weitere Deckenhölzer: Redwood (noch wärmer als Zeder), verschiedene europäische Fichtenarten (leichter, ansprechender) und Zypresse (hell, perkussiv — traditionell für Flamenco-Gitarren).

Beleistung: Die verborgene Architektur

Unter der Decke verstärken dünne Holzstreben (die Beleistung) sie gegen die Saitenspannung und steuern, wie sich die Schwingungen ausbreiten. Das siebenteilige Fächersystem von Torres bleibt die Grundlage, doch moderne Gitarrenbauer nutzen Varianten: Gitterbeleistung (oft mit Carbon oder Nomex für maximale Projektion), Doppeldecken-Bauweise (zwei ultradünne Lagen um einen Nomex-Wabenkern) und asymmetrische Fächermuster, die Höhen und Bässe ausbalancieren.

Boden und Zargen: Die Stimme formen

Boden und Zargen tragen etwa 30 % zur Resonanz bei und reflektieren den Klang zurück durch die Decke.

HolzKlangcharakterTypische Decken-Kombination
Indischer PalisanderAusgewogen, reich, hervorragendes Sustain (die häufigste Wahl)Fichte oder Zeder
Brasilianischer PalisanderKomplexe Obertöne, legendäre Resonanz; extrem selten, CITES-geschütztFichte (die „heilige Gral“-Kombination)
MahagoniWarm, fokussierte Mitten, weniger HöhenbrillanzZeder für Wärme; Fichte für Ausgewogenheit
AhornKlar, hell, direkte Ansprache, weniger SustainFichte für Klarheit und Projektion
ZypresseHell, perkussiv, direkt (traditioneller Flamenco)Fichte
CocoboloPalisander-ähnlich mit mehr Glanz und HöhendefinitionFichte oder Zeder

Hinweis zu CITES: Brasilianischer Palisander (Dalbergia nigra) steht seit 1992 in CITES-Anhang I, indischer Palisander (Dalbergia latifolia) wurde 2017 in Anhang II aufgenommen und erfordert für den grenzüberschreitenden Handel Dokumente. Diese Regeln haben das Interesse an Alternativen wie Cocobolo, Ziricote und Madagaskar-Palisander erhöht.

Hals, Griffbrett und Hardware

Hälse bestehen meist aus spanischer Zeder oder Mahagoni für Stabilität; einige moderne Crossover-Instrumente haben einen Halsspannstab. Griffbretter sind traditionell aus Palisander oder Ebenholz (dichter und glatter bei Premium-Instrumenten), wobei indischer Lorbeer, Walnuss und Verbundmaterialien wegen der Handelsbeschränkungen an Bedeutung gewinnen. Mechaniken von Herstellern wie Gotoh, Schaller und Sloane sorgen für präzises, stabiles Stimmen, und Sattel und Stegeinlage aus Knochen bleiben die klanglich beste Wahl.

So wählst du eine Konzertgitarre

Mensur und Größe

Die Standard-Mensur beträgt 650 mm (25,6″), von Torres festgelegt und seit über 150 Jahren unverändert. Spieler mit kleineren Händen und jüngere Spieler sollten ein entsprechend kleineres Instrument wählen:

GrößeMensurTypisches Alter / Verwendung
1/4~480 mm4–6 Jahre — kleinste Größe, für die jüngsten Anfänger
1/2~530 mm5–8 Jahre — häufige erste Gitarre für Kinder
3/4~580 mm8–11 Jahre — beliebteste Kindergröße
7/8~630 mm11–13 Jahre und kleine Erwachsene — reduzierte Mensur, voller Klang
4/4 (voll)650 mmAb 13 Jahren — Standardinstrument für Erwachsene

Fichte oder Zeder: Welches Deckenholz passt zu dir?

Kurz gesagt: Wähle Fichte für helle Klarheit, große Dynamik und langfristige Entwicklung; wähle Zeder für Wärme und sofortige Ansprache.

FichteZeder
KlangfarbeHell, brillant, klarWarm, dunkel, reich
DynamikGroß — belohnt entwickelte TechnikGleichmäßig — verzeiht leichteren Anschlag
EinspielzeitBraucht Monate/Jahre, um sich zu öffnenKlingt von Tag eins an voll
Langfristige EntwicklungVerbessert sich über JahrzehnteErreicht den Höhepunkt relativ früh
ProjektionHervorragend in größeren RäumenBesser in intimen Umgebungen

Brauche ich einen Tonabnehmer?

Für die meisten Konzertgitarristen: nein — es ist in erster Linie eine akustische Kunst. Für verstärkte Auftritte oder Aufnahmen gibt es drei Hauptvarianten: Piezo-Tonabnehmer (unter der Stegeinlage: günstig, rückkopplungsarm, können aber „quäkig“ klingen), Decken-Transducer (wärmer und natürlicher, rückkopplungsanfälliger) und interne Kondensatormikrofone (der natürlichste Klang, am rückkopplungsanfälligsten, meist in Premium-Instrumenten). Viele Systeme kombinieren Piezo und Mikrofon mit einem aktiven Vorverstärker.

Cutaway: Vor- und Nachteile

Ein Cutaway ist eine geformte Aussparung, die den Zugang zu den oberen Bünden (ab dem 12.) erleichtert. Das meiste klassische Repertoire reicht selten so hoch, daher verzichten traditionelle Konzertgitarren darauf. Der Kompromiss: Ein Cutaway entfernt einen kleinen Teil der Decke und reduziert Lautstärke und Bass leicht. Die florentinische (spitze) und die venezianische (runde — bei Konzertgitarren häufiger) Form sind funktional identisch; die Wahl ist ästhetisch.

Die Konzertgitarre als Einsteigerinstrument

Eine Konzertgitarre ist ein idealer Einstieg: Ihre weichen Nylonsaiten lassen sich viel leichter greifen als die steifen Stahlsaiten von Akustik- oder E-Gitarren, und durch die Größen (1/4 bis 4/4) findet selbst der jüngste Spieler ein ergonomisch passendes Instrument.

Warum du deine Konzertgitarre bei Siccas Guitars kaufst

Bei Siccas Guitars sind wir auf hochwertige Meistergitarren und seltene Instrumente spezialisiert — darunter Gitarrenbauer wie Hermann Hauser I, Hermann Hauser II und III, Daniel Friederich, José Ramírez, Paulino Bernabé, Santos Hernández, Domingo Esteso und Enrique García — neben einer großen Auswahl an Konzert- und Schülergitarren von Marken wie Hanika, Duke, Altamira und Raimundo. Jedes Instrument ist handverlesen und sorgfältig geprüft, und du kannst jederzeit unsere aktuellen Angebote durchstöbern. Wir produzieren mit Liebe Videos mit meisterhaften Musikern wie Ana Vidovic, Tatyana Ryzhkova, Stephanie Jones, Alexandra Whittingham, Carlotta Dalia und vielen mehr, damit du jede Gitarre hören kannst, bevor du sie kaufst. Zu jedem Kauf gehören eine persönliche, fachkundige Beratung und 14 Tage Test zu Hause — weltweit.