Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer des Instruments
Auch bei sorgfältigem Umgang kann eine klassische Gitarre ihr Erscheinungsbild allmählich verändern oder auf instabile Lagerbedingungen reagieren. Schau dir deine Gitarre regelmäßig genau an und achte auf Veränderungen. Wenn dein Instrument unter seiner Umgebung leidet, wird es dir das zeigen.
SchĂĽtze deine Gitarre: Sorgsamer Umgang
Sei achtsam, wenn du dein Instrument mit fettigen oder ungewaschenen Händen berührst — jeder Hautkontakt ist ein kleiner Angriff auf den Lack. Natürlich ist eine Gitarre zum Spielen gemacht, aber ein paar Vorsichtsmaßnahmen helfen, ihre Schönheit zu erhalten: Wasche deine Hände vor dem Spielen, trage lange Ärmel und vermeide unnötigen direkten Hautkontakt mit der Zarge des Instruments.
Saitenpflege
Eine gute Gewohnheit ist es, die Saiten nach jeder Spielsession kurz abzuwischen. Diese kleine Maßnahme verlängert ihre Lebensdauer erheblich und sorgt für ein gleichmäßiges, angenehmes Gefühl unter den Fingern.
Saubere Saiten sind außerdem entscheidend dafür, dass dein Instrument sauber gestimmt bleibt. Korrosion, Schweiß und Staub können die Gleichmäßigkeit der Saiten beeinträchtigen und die genaue Stimmung auf dem gesamten Griffbrett stören.
Den Schellack-Lack zum Strahlen bringen
Hast du eine Gitarre mit Schellack-Lack (French Polish)? Hier ist ein einfacher Trick: Nimm ein sauberes Mikrofasertuch und hauche sanft auf die Oberfläche, um einen leichten Hauch Feuchtigkeit zu erzeugen. Reibe dann vorsichtig, um Fingerabdrücke, Schweiß und Fett zu entfernen. Das ist in der Regel alles, was nötig ist — ganz ohne Pflegemittel.
Gitarre lagern: Das Klima ist entscheidend
Deine Gitarre kann sicher außerhalb ihres Koffers aufbewahrt werden, solange die Umgebung eine Luftfeuchtigkeit von 42–55 % und eine Temperatur zwischen 18–25 °C aufweist. Beachte, dass die Luftfeuchtigkeit auch im Koffer schwanken kann, besonders beim Wechsel der Jahreszeiten.
Zu viel Feuchtigkeit
Kann dazu führen, dass die Decke aufwölbt und der Klang dumpf wird.
Zu wenig Feuchtigkeit
Kann dazu führen, dass die Decke einsinkt, Schnarrgeräusche entstehen oder — im schlimmsten Fall — Risse auftreten.