Nur wenige lebende Gitarristen werden so einhellig bewundert wie David Russell. Der schottische Meister, vor allem für die Wärme und den gesanglichen Charakter seines Klangs gefeiert, hat ein Leben damit verbracht, einen Maßstab für Musikalität auf der klassischen Gitarre zu setzen.
Von Schottland nach Menorca
1953 in Glasgow geboren, wuchs Russell auf der spanischen Insel Menorca auf, wo ihn die Gitarre von Kindheit an umgab. Er studierte später an der Royal Academy of Music in London, und seine Kunst hat ihn seitdem in die großen Konzertsäle der Welt geführt.
Ein Grammy und ein weltweiter Ruf
Im Jahr 2005 gewann Russell einen Grammy Award für sein Album Aire Latino – eine Anerkennung für eine Karriere, die nicht auf Schaustellung, sondern auf Verfeinerung, Linie und Farbe aufgebaut ist. Er gilt weithin als einer der musikalischsten Gitarristen seiner Generation, gleichermaßen zu Hause in Bach, den spanischen Romantikern und zeitgenössischen Werken.
Nirgendwo wird seine Kunst deutlicher als in Tárregas Recuerdos de la Alhambra, wo sein Tremolo zu einer nahtlosen, gesanglichen Linie wird:
Klang aus der Nähe
Russells Klang hat ihn zu einem natürlichen Lehrer der Rechtshandtechnik gemacht. In diesem Gespräch mit Ana Vidović vergleichen die beiden Zwei- und Drei-Finger-Ansätze zum Tremolo – ein seltener Einblick in die Denkweise großer Gitarristen beim Anschlag.
Warum Gitarristen Russell zuhören
Für Studenten und Konzertbesucher gleichermaßen ist Russell ein Referenzpunkt dafür, wie eine Gitarre klingen kann: ausgewogen, warm und tief ausdrucksvoll. Um das Repertoire zu erkunden, für das er sich einsetzt, sieh unser Handbuch zu Tárrega auf der klassischen Gitarre. Und um zu hören, wie Klang in einem Instrument lebt, stöbere in unseren Zederndecken-Gitarren und der gesamten Sammlung – jede mit einem Video-Review und 14 Tage zum Zuhause-Ausprobieren verfügbar.
Auftritte bei Siccas Guitars
Jeder klassische Gitarrist, der bei Siccas Guitars auftritt, bringt einen eigenen musikalischen Weg zum Instrument mit – geprägt durch jahrelanges Studium, Wettbewerbserfahrungen und die musikalische Tradition, der er sich verschrieben hat. Die klassische Gitarre erfordert nachhaltiges technisches Engagement und eine tiefe Auseinandersetzung mit einem Repertoire, das von der Renaissance bis zu Werken reicht, die für lebende Interpreten geschrieben wurden. Es ist ein Instrument, dessen volle Möglichkeiten sich erst mit der Zeit offenbaren.





