Angelo Vailati
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Häufig gestellte Fragen zum Kauf einer Konzertgitarre
Wie wähle ich die richtige Konzertgitarre für mein Niveau?
Die Wahl der passenden Konzertgitarre hängt von deinem Spielniveau, deinen musikalischen Zielen und deinem Budget ab. Anfänger profitieren von Studiomodellen renommierter Werkstätten, während fortgeschrittene Spieler und Profis oft eine handgefertigte Meistergitarre wählen. Wir beraten dich gerne persönlich und schicken dir auf Wunsch ausführliche Klangbeispiele und Videos.
Was unterscheidet eine Meistergitarre von einer Studiogitarre?
Meistergitarren werden komplett von Hand in der Werkstatt eines einzelnen Gitarrenbauers gefertigt. Es kommen ausschließlich hochwertige, gut abgelagerte Tonhölzer zum Einsatz. Studiogitarren werden in kleinen Serien gefertigt, oft unter Aufsicht des Meisters, und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Schüler und ambitionierte Amateure.
Kann ich eine Konzertgitarre 14 Tage zu Hause testen?
Ja – jede Gitarre, die du bei uns kaufst, darfst du 14 Tage in Ruhe zu Hause testen. Diese kostenlose Testphase gilt weltweit für alle Bestellungen, egal ob in Deutschland, Europa, den USA, Asien oder anderswo. Wir versenden dein Instrument versichert in einem hochwertigen Koffer, damit du es unter deinen eigenen akustischen Bedingungen ausprobieren kannst. Sollte die Gitarre nicht die richtige für dich sein, schick sie einfach zurück und du erhältst den vollen Kaufpreis erstattet.
Kann ich eine Konzertgitarre vor dem Kauf testen?
Selbstverständlich. Du bist herzlich eingeladen, unseren Showroom in Karlsruhe zu besuchen und die Instrumente in Ruhe zu testen. Termine vereinbaren wir gerne persönlich. Falls ein Besuch nicht möglich ist, senden wir dir detaillierte Videos und Klangbeispiele und beraten dich ausführlich per Telefon oder Video-Call.
Welche Zahlungsmöglichkeiten und Finanzierungen bietet ihr an?
Wir akzeptieren Banküberweisung, PayPal, gängige Kreditkarten sowie Klarna. Für hochwertige Instrumente bieten wir auf Anfrage individuelle Ratenzahlungen an. Sprich uns gerne direkt an, wir finden für jedes Budget eine passende Lösung.
Wie pflege ich meine Konzertgitarre richtig?
Eine Konzertgitarre benötigt eine konstante Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent. Lagere das Instrument im Koffer mit einem Luftbefeuchter, vermeide direkte Sonneneinstrahlung und große Temperaturschwankungen. Wechsle die Saiten regelmäßig und reinige die Gitarre mit einem weichen Mikrofasertuch.
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Über den Gitarrenbauer
Angelo Vailati wurde am 28. November 1977 in Treviglio (Bergamo) im Norden Italiens geboren.
Erste Gitarre und frühe Neugier
Im Alter von 16 Jahren bekam er seine erste Gitarre. Statt Tonleitern und Akkorde zu üben, war er jedoch weit mehr vom Bau einer eigenen Gitarre fasziniert. In jenem Sommer fertigte er ohne jegliche Kenntnisse im Gitarrenbau oder im Umgang mit Werkzeugen sein erstes Instrument. Er verwendete 2 mm starkes Buchen-Sperrholz, das aus Kinosesseln seines Vaters stammte. Die Gitarre war eigenwillig aufgebaut: Schrauben ersetzten die Wirbel, ein Griffbrett fehlte und Aluminiumstücke dienten als Bünde. Beim Aufziehen von Stahlsaiten verzog sich der Korpus, und das misslungene Instrument wurde schließlich entsorgt.
Ein Geschenk und eine Pause
Später brachte sein Vater ihm ein Geschenk aus Cremona: eine Fichtendecke und einen Ahornsatz für eine kleine Gitarre. Vermutlich erkannte er schon früh das Potenzial dieses Hobbys. Doch nach dem Fehlschlag seiner ersten Gitarre legte Angelo die Arbeit für Jahre nieder – das Material blieb auf einem Regal liegen und wartete geduldig.
Ausbildung im Gitarrenbau
2001 nahm Angelo seine Leidenschaft wieder auf und schrieb sich an der Civica Scuola di Liuteria di Milano ein, spezialisiert auf Zupfinstrumente. Die viereinhalbjährige Ausbildung umfasste sowohl praktische als auch theoretische Inhalte wie Chemie, Akustikphysik, Instrumentengeschichte, Musik und Restaurierung. Im ersten Jahr baute er eine kleine Gitarre, inspiriert von einer Torres-Gitarre von 1890 (SE141). Im zweiten Jahr begann er, zu Hause klassische Gitarren zu fertigen, beginnend mit einer Kopie einer Hermanos-Conde-Zypresse, die er bald darauf verkaufte. Jede fertige Gitarre verstärkte den Wunsch, sofort eine neue zu beginnen.
Mentoren und künstlerische Einflüsse
Gegen Ende seiner Studien lernte Angelo vom Gitarrenbauer Enrico Bottelli, der ihm viele wertvolle Grundlagen vermittelte. Bottelli schärfte sein Bewusstsein für Präzision, Detailarbeit, Ornamentik und harmonische Holzkombinationen. Beim gemeinsamen Hören klassischer Gitarrenmusik erkannte Angelo die Vielfalt des Instruments. In dieser Zeit entwickelte er eine tiefe Wertschätzung für die traditionelle spanische Bauweise – insbesondere für die Arbeiten von Antonio de Torres, Enrique Garcia, Manuel Ramirez, Santos Hernandez und Domingo Esteso.
Weiterführende Studien und internationale Erfahrungen
2006 nahm Angelo am Gitarrenbaukurs von José Romanillos in Sigüenza (Spanien) teil. 2008 reiste er nach Granada, um im Sommer mit Daniele Chiesa zu arbeiten. Dort vertiefte er sein Verständnis für die traditionelle Granadiner Gitarrenschule und lernte die Bedeutung von professioneller Zuverlässigkeit und konsistenter Bauweise.
Klang als kreatives Ziel
Für jede neue Gitarre verfolgt Angelo das Ziel, einen ausdrucksstarken, evocativen Klang zu erschaffen, der musikalische Emotionen transportiert.
Philosophie der idealen Gitarre
Nach seiner Auffassung ist eine Gitarre außergewöhnlich, wenn schon wenige Töne musikalische Vorstellungen wecken. Ein exzellentes Instrument sollte tiefe, ferne Resonanzen besitzen, geheimnisvoll klingen, warm und lebendig sein und den Musiker inspirieren.
Die Komplexität des Handwerks
Gitarrenbau bedeutet für ihn, die Vielzahl an Variablen – Holzarten, Stärken, Leimtechniken, Spannungsverhältnisse – zu beherrschen und deren Einfluss auf den Klang zu verstehen. Es erfordert kontinuierliche handwerkliche Weiterentwicklung und empirische Erfahrung, unterstützt durch ein wissenschaftliches Verständnis.
Die fortwährende Suche nach Perfektion
Auch wenn es einfach erscheint, ist Angelo überzeugt, dass selbst das gesamte Lebenswerk eines Gitarrenbauers nicht ausreichen würde, um das ideale Instrument zu schaffen, das er sich vorstellt.















