Biografie
Tilman Hoppstock (*1961) studierte Gitarre und Violoncello in Darmstadt und Köln. Seit 1978 unternimmt er Konzertreisen zu wichtigen kulturellen Zentren weltweit. Als Solist trat er unter anderem in Paris, London, New York, San Francisco, Berlin, Jerusalem, Athen, Istanbul, Kiew, Tokio, Boston, Singapur, Casablanca, Martinique und Mexiko-Stadt auf. Zwischen 1982 und 1985 gab er mehr als 300 Recitals in Europa und Übersee.
Er wirkte zudem in Konzerten sowie bei Radio-, Fernseh- und kommerziellen Aufnahmen mit Ensembles und Kammermusikpartnern wie Christoph Prégardien, Peter Wolf, Rainer Zipperling, dem Duo Gruber/Maklar, dem Rubio String Quartet und Alexis Weissenberg mit.
Hoppstock hat rund dreißig CDs eingespielt, die vielfach große Resonanz erhielten. 1999 wurde er gemeinsam mit Christoph Prégardien für die CD „Songs of Love & Death“ (SIGNUM X 95-00 / Christophorus 77320) mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Neben seiner Konzerttätigkeit ist Hoppstock als Herausgeber von mehr als achtzig Musikeditionen für Kinder, Kammermusikensembles und fortgeschrittene Gitarristinnen und Gitarristen bekannt. Er veröffentlichte zudem Bearbeitungen barocker Werke von Froberger, L. Couperin, Buxtehude und Bach für Sologitarre. Seine wissenschaftliche Ausgabe der Lautenwerke Bachs gilt weltweit als anerkannte Referenz. Die englischen Übersetzungen seiner Bücher „Bach’s Lute Works from the Guitarist’s Perspective“ erschienen 2010 und 2013 bei PRIM-Musikverlag. Bereits 2006 veröffentlichte Schott-Music wichtige Manuskriptfassungen von Werken Manuel Ponces in seiner kritischen Edition.
Er leitet regelmäßig musikwissenschaftliche Seminare, unter anderem über Bachs Fugen, die Etüden und Präludien von Villa-Lobos, die Gitarrenmusik von Leo Brouwer sowie die Cembalomusik von Froberger, Buxtehude und Bach. Seit vielen Jahren ist er ein geschätzter Gast zahlreicher Festivals in Europa und Übersee.
Hoppstock gab Konzerte und Meisterkurse an Institutionen wie der Royal Academy of Music in London, der Manhattan School of Music in New York und 2006 an der University of Southern California in Los Angeles. Von 2003 bis 2005 war er Gastprofessor an der Musikuniversität in Piteå (Schweden).
Zwischen 1985 und 2007 unterrichtete er an der Universität Mainz. Seit 1988 ist er Professor für eine internationale Gitarrenklasse an der Hochschule für Musik in Darmstadt, wo er zusätzlich Kammermusik, Gitarrenharmonie und Kontrapunkt lehrt.
Im Jahr 2013 erhielt Hoppstock den Darmstädter Musikpreis für seine Tätigkeit als Gitarrist, Pädagoge, Musikwissenschaftler und Herausgeber. 2014 schloss er seine Promotion über „Die Polyphonie in Bachs Lautenfugen“ ab.





