Carlos Juan Busquiel
Carlos Juan Busquiel begann im Alter von zwölf Jahren Gitarre zu spielen, obwohl seine formalen Musikstudien in Violine lagen. Sein Interesse an der Lutherie entwickelte sich, als er eine E-Violine für seinen eigenen Gebrauch baute. Das Instrument war einfach, öffnete aber die Tür zur Welt des Geigenbaus. Sein nächstes Projekt war eine akustische Violine nach dem „Kruse"-Stradivari-Modell.
In dieser Zeit lernte er Meistergitarrenbauer Rafael López Porras in Cádiz kennen, der ihn in das Handwerk des Gitarrenbaus einführte. Rafael wurde sein erster Lehrer und inspirierte seine Leidenschaft für den Bau der spanischen Gitarre. Von diesem Moment an widmete sich Carlos vollständig dem Gitarrenbau und setzte seine Ausbildung bei José Luis Romanillos und Jaume Bosser fort. Die Anleitung von Romanillos war entscheidend; sie ermöglichte Carlos, sein Verständnis des Konzepts der traditionellen spanischen Gitarre und ihrer auf den Entwürfen von Antonio de Torres basierenden Konstruktionsprinzipien zu vertiefen. Romanillos bot später weitere Ratschläge, als Carlos eine Torres-Kopie baute.
Beeinflusst von diesen Meistern arbeitet Carlos Juan Busquiel in einem ausgesprochen traditionellen Stil. Er baut hauptsächlich mit Fichtendecken nach traditioneller Fächerverstrebung und verwendet ausschließlich Holz als Rohmaterial. Sein Ziel ist es, Gitarren zu bauen, die leicht, komfortabel zu spielen und reich an ausdrucksstarken und musikalischen Qualitäten sind. Bei der Arbeit mit Zederndecken passt er seinen Ansatz an und schafft etwas schwerere Instrumente, die darauf ausgelegt sind, die Energie der Saite in der Decke zu halten und einen kraftvollen und ansprechenden Klang zu erzeugen.
Carlos baut seine Gitarren in seiner Werkstatt in Petrer, einer Stadt in Alicante an der spanischen Ostküste. Von dort reisen seine Instrumente durch ganz Spanien, Europa, Asien und Amerika.
Auftritte bei Siccas Guitars
Jeder klassische Gitarrist, der bei Siccas Guitars auftritt, bringt einen eigenen musikalischen Weg zum Instrument mit – geprägt durch jahrelanges Studium, Wettbewerbserfahrungen und die musikalische Tradition, der er sich verschrieben hat. Die klassische Gitarre erfordert nachhaltiges technisches Engagement und eine tiefe Auseinandersetzung mit einem Repertoire, das von der Renaissance bis zu Werken reicht, die für lebende Interpreten geschrieben wurden. Es ist ein Instrument, dessen volle Möglichkeiten sich erst mit der Zeit offenbaren.





