Bertrand Ligier

Bertrand Ligier ist ein französischer Gitarrenbauer, der Kunstgeschichte an der Universität Montpellier und Möbeldesign an der École des Beaux-Arts in Uzès studierte, bevor er sich dem Gitarrenbau widmete. Seine Instrumente verbinden traditionelle Handwerkskunst mit künstlerischer Raffinesse und akustischer Forschung. Inspiriert von Meistern wie Dominique Field baut er etwa acht Gitarren pro Jahr, meist mit Fichtendecke, Fächerbeleistung und verstärktem Korpus für optimale Projektion. Seine unverkennbaren Rosetten und präzise Verarbeitung zeugen von seiner Leidenschaft für Klang, Ästhetik und Perfektion.

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Über den Gitarrenbauer

Bertrand Ligier ist ein französischer Gitarrenbauer, der durch seine einzigartige Verbindung von Kunst, Handwerk und akustischer Forschung eine außergewöhnliche Position in der Welt des klassischen Gitarrenbaus einnimmt. Nach einem Studium der Kunstgeschichte an der Universität Montpellier und einer Ausbildung im Möbelbau an der École des Beaux-Arts Georges Guynemer in Uzès (Südfrankreich) wandte sich Ligier dem Bau klassischer Gitarren zu.

Akademische Grundlagen und handwerkliche Ausbildung

Während seines Studiums beschäftigte er sich intensiv mit der Geschichte der Malerei, Architektur und Archäologie von der Antike bis ins 20. Jahrhundert, mit einem besonderen Interesse an der Renaissance und dem französischen Impressionismus. Anschließend erlernte er in Uzès das traditionelle Holzhandwerk und den Möbelbau, begleitet von Praktika in Werkstätten und bei den renommierten Compagnons du Devoir. Dort fertigte er Möbel im Stil verschiedener Epochen, führte aufwendige Furnierarbeiten aus und restaurierte antike Stücke – Erfahrungen, die sein Gespür für Form, Struktur und Material nachhaltig prägten.

Die ersten Schritte im Gitarrenbau

Als passionierter Gitarrist, der bereits seit zehn Jahren spielte, baute er seine erste Gitarre während seiner Studienzeit in seinem Studentenzimmer. Parallel dazu arbeitete er in einer Schreinerei und Restaurationswerkstatt in Montpellier, wo er seine Fertigkeiten verfeinerte. Eine entscheidende Wende brachte die Begegnung mit dem französischen Meistergitarrenbauer Dominique Field, vermittelt durch den Gitarristen Bernard Piris. Von diesem Moment an wurde die Suche nach einem eigenen künstlerischen Stil und klanglicher Perfektion zu einem zentralen Bestandteil seiner Arbeit.

Einflüsse und Stilentwicklung

Bertrand Ligier widmete sich eingehend der Geschichte der klassischen Gitarre vom 19. Jahrhundert bis heute – einer Epoche, die ihn auch künstlerisch besonders inspiriert. Durch das Studium historischer und moderner Instrumente entwickelte er ein tiefes Verständnis für ästhetische und akustische Entwicklungen verschiedener Länder und Gitarrenbauer. Seine Instrumente spiegeln sowohl traditionelle Bauweisen als auch moderne Interpretationen wider und verkörpern seine Suche nach einem individuellen, zeitlosen Stil.

Philosophie und technische Herangehensweise

Ligiers Gitarren entstehen in traditioneller Handarbeit und auf Grundlage umfassender akustischer Forschung. Er fertigt etwa acht Gitarren pro Jahr, meist mit Fichtendecke und Fächerbeleistung. Die Rückseite wird für eine verbesserte Projektion verstärkt und durch ein Doppelseiten-System ergänzt. Besonders seine filigranen Rosetten gelten als Markenzeichen seiner Arbeit – sie verbinden Präzision, Kreativität und die Handschrift eines echten Meisters.