Das jüngste Konzert auf dem Siccas Guitars-Kanal zeigt ein Online-Recital von René Izquierdo, aufgenommen beim Internationalen Gitarrenfestival Iserlohn. Das Programm spiegelt Izquierdos musikalischen Hintergrund, seine Verbundenheit mit dem lateinamerikanischen Repertoire und seinen klar strukturierten Interpretationsansatz wider.
René Izquierdo: Gitarrist und Pädagoge
René Izquierdo gilt als einer der angesehensten klassischen Gitarristen seiner Generation. In Kuba geboren, hat er eine internationale Konzertkarriere aufgebaut, die ihn auf die wichtigsten Bühnen der Welt geführt hat. Sein Spiel verbindet technische Sicherheit mit rhythmischer Klarheit und einem ausgeprägten Sinn für musikalische Dramaturgie. Aktuell ist er Professor am Wisconsin Conservatory of Music, wo er klassische Gitarre auf höchstem Niveau unterrichtet.
Sein Repertoire bewegt sich zwischen europäischer Klassik und Musik aus kubanischen und spanischen Traditionen — eine Kombination, die sich auch in diesem Konzertprogramm zeigt. Beim Internationalen Gitarrenfestival Iserlohn spielte Izquierdo ein vollständiges Solorecital in einem fokussierten Rahmen, der seine musikalische Sprache direkt und transparent werden lässt. Wenn du dich für bedeutende klassische Gitarristen interessierst, ist dieses Video ein ausgezeichneter Ausgangspunkt.
Das Instrument: Siccas Luthiers Legacy
Für dieses Konzert spielt René Izquierdo ausschließlich auf dem Siccas Luthiers „Legacy"-Modell. Die Gitarre bietet eine klare Stimmtrennung, kontrollierte Projektion und ein ausgewogenes Ansprechen über alle Lagen. Das Instrument bildet sowohl für barocke Artikulation als auch für rhythmisch aktives modernes Repertoire eine verlässliche Grundlage. Unser Sortiment an klassischen Gitarren und Double-Top-Gitarren gibt dir einen Überblick über Instrumente, die mit demselben handwerklichen Anspruch gebaut werden.
Das Konzertprogramm
Domenico Scarlatti: Sonate K 208
Das Konzert eröffnet mit der Sonate K 208 von Domenico Scarlatti. Ursprünglich für Tasteninstrument geschrieben, übersetzt sich die Sonate durch ihre idiomatischen Figurationen und die klare harmonische Struktur auf natürliche Weise auf die Gitarre. Izquierdos Interpretation betont rhythmische Stabilität und Artikulation und lässt die Form des Stücks mit Deutlichkeit entfalten.
Regino Sainz de la Maza: Petenera und Rondeña
Das Programm setzt sich mit Petenera und Rondeña von Regino Sainz de la Maza fort. Beide Stücke schöpfen aus spanischen Tanztraditionen und flamenco-beeinflussten Rhythmen. Die Musik verlangt präzise Kontrolle von Artikulation und Akzentuierung — Elemente, die Izquierdo mit Zurückhaltung und Konzentration gestaltet. Wer sich für das breitere spanische Gitarrenrepertoire interessiert, findet eine stilistische Verwandtschaft in Werken wie Capricho Árabe.
Federico Moreno Torroba: Madroños
Madroños von Federico Moreno Torroba fügt dem Programm eine lyrische Dimension hinzu. Das Stück balanciert melodischen Fluss mit subtiler rhythmischer Bewegung und hebt die sangliche Qualität der Gitarre hervor. Torrobas Phrasierung erhält bei Izquierdo eine Kontinuität, die den Melodielinien gleichzeitig Raum zum Atmen lässt.
Eduardo Martín: Mirándote und Son del Burrio
Zwei Werke von Eduardo Martín prägen den späteren Teil des Konzerts. Mirándote schafft eine nachdenkliche Atmosphäre durch sanfte rhythmische Muster und harmonische Farbe. Son del Burrio bringt das Programm zu einem rhythmisch aktiven Abschluss und schöpft aus kubanischen Volksmusikeinflüssen. Eduardo Martín gilt als einer der bedeutendsten kubanischen Komponisten-Gitarristen seiner Generation.
Sindo Garay: Perla Marina (Arr. Rey Guerra)
Mit Perla Marina von Sindo Garay in der Bearbeitung von Rey Guerra wendet sich das Programm der kubanischen Liedtradition der Trova zu. Die Bearbeitung bewahrt den vokalen Charakter der Originalmelodie und überträgt ihn auf natürliche Weise auf die Gitarre. Sindo Garay (1867–1968) gilt als eine der Gründerfiguren der kubanischen Trova.
José Antonio Ñico Rojas: Guajira a mi Madre
Guajira a mi Madre von José Antonio Ñico Rojas ist ein Stück, das in der kubanischen Musiktradition verwurzelt ist. Die Guajira ist eine traditionelle kubanische Liedform, die eng mit dem ländlichen Leben und lyrischer Empfindung verbunden ist. Bei Izquierdo wird das Stück zu einem stillen, persönlichen Moment innerhalb eines ansonsten vielfältigen Programms.
Ein Konzert aus Rhythmus und Tradition
Das Gesamtprogramm spiegelt René Izquierdos Verbindung mit europäischem und lateinamerikanischem Repertoire wider. Die Stücke sind durch Rhythmus, Tanzeinfluss und klare formale Struktur miteinander verbunden — nicht durch stilistischen Kontrast um seiner selbst willen. Das Konzert zeigt, wie diese Traditionen auf der klassischen Gitarre natürlich nebeneinander existieren, ähnlich wie im Schaffen von Agustín Barrios Mangoré und Heitor Villa-Lobos, deren Musik europäische und lateinamerikanische Welten auf vergleichbare Weise verbindet.
Wenn du tiefer in das klassische Gitarrenrepertoire eintauchen möchtest, bietet dieses Konzert einen gut strukturierten Überblick über stilistische Vielfalt innerhalb eines einzigen Recitals. Es eignet sich auch hervorragend als Einstieg für alle, die sich für bekannte Gitarrenstücke aus spanischen und lateinamerikanischen Traditionen interessieren.
Aufgenommen für Siccas Guitars
Dieses Konzervideo dokumentiert René Izquierdos Auftritt beim Internationalen Gitarrenfestival Iserlohn in Zusammenarbeit mit Siccas Guitars. Als Online-Konzert aufgezeichnet, bietet es die Möglichkeit, ein vollständiges Recital zu erleben, das durch Konsistenz, rhythmischen Fokus und musikalische Klarheit geprägt ist — gespielt auf einer Siccas Luthiers Legacy-Gitarre.





