Dieser Guide ist Teil unserer Übersicht des wesentlichen Repertoires der klassischen Gitarre. Isaac Albéniz (1860–1909) war ein spanischer Klavierkomponist, dessen Musik heute häufiger auf der klassischen Gitarre zu hören ist als auf dem Instrument, für das er sie schrieb — eine Verschiebung, die zeigt, wie nah seine Vorstellungskraft der Stimme der Gitarre stand.
Der spanische Pianist, der der Gitarre gehört
Im katalanischen Camprodon geboren, war Albéniz ein Wunderkind: Mit vier Jahren gab er sein erstes öffentliches Konzert, seine Jugend verbrachte er auf Konzertreisen durch Spanien und Südamerika, bevor er seine Ausbildung in Brüssel und kurzzeitig bei Franz Liszt abschloss. Später ließ er sich in London und Paris nieder, wo die Werke entstanden, die sein Vermächtnis ausmachen. Die Klaviersuite Iberia (1905–1908), ein zwölfsätziges Bild spanischer Städte und Landschaften, gilt als sein Meisterwerk — von einer pianistischen Komplexität und Bildkraft, die es mit allem aufnimmt, was die spätromantische Klavierliteratur zu bieten hat.
Zu den bekanntesten Werken des Gitarrenrepertoires wurden allerdings die früheren Stücke Asturias (Leyenda) und Sevilla aus der Suite Española. Asturias hieß ursprünglich gar nicht so: Es entstand als schlichtes Prélude der Chants d’Espagne op. 232 und bekam den heutigen Namen erst nach Albéniz’ Tod von einem deutschen Verleger. Der hämmernde Bassbordun, die phrygische Melodie und der von der Bulería hergeleitete Rhythmus sind reiner andalusischer Flamenco, keine asturische Volksmusik — eine geografische Ungenauigkeit, die der Wirkung nie geschadet hat.
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Diese Seite versammelt die Werke und unsere eigenen Aufnahmen. Zu Leben und Bedeutung siehe unser Porträt von Isaac Albéniz.





