Dieser Guide ist Teil unserer Übersicht des wesentlichen Repertoires der klassischen Gitarre. Regino Sainz de la Maza (1896–1981) war der spanische Gitarrist, dessen Name für immer mit einer der bedeutendsten Uraufführungen der Gitarrengeschichte verbunden ist: der ersten Aufführung von Rodrigos Concierto de Aranjuez im Jahr 1940.
Die Uraufführung, die alles veränderte
In Burgos geboren, gab Sainz de la Maza sein Debütrezital mit achtzehn und war 1921 bereits auf einer Südamerika-Tournee mit neunzig Konzerten. In den 1920er Jahren baute er sich den Ruf eines der führenden spanischen Konzertgitarristen seiner Generation auf — ein Zeitgenosse und Gegenpart von Andrés Segovia in dem Bemühen, die Gitarre als vollwertiges Konzertinstrument zu etablieren. 1935 wurde er Professor für Gitarre am Königlichen Konservatorium in Madrid; zu seinen Freunden zählten Federico García Lorca und Manuel de Falla.
Das Concierto de Aranjuez ging zum Teil auf seine Anregung bei einem Abendessen 1938 in Santander zurück. Rodrigo widmete ihm das Werk, und Sainz de la Maza spielte die Uraufführung am 6. November 1940 in Barcelona mit der Orquestra Filharmònica de Barcelona unter César Mendoza Lasalle. Ohne sein Eintreten gäbe es das meistgespielte Werk für Gitarre und Orchester vielleicht nicht in seiner heutigen Gestalt.
Als Komponist bewegte sich Sainz de la Maza fest in kastilischer und andalusischer Volkstradition und schrieb Charakterstücke wie Alegrías, El Vito, Rondeña und Zapateado — Musik, die direkt ist, rhythmisch lebendig und in der populären Kultur verwurzelt. 1955 veröffentlichte er außerdem La Guitarra y su Historia, eine Geschichte des Instruments.





