Marco Gilioli
Marco Gilioli wurde am 19. November 1987 in Mailand geboren. Mit einer lebenslangen Leidenschaft für Musik studierte er zunächst das Klavier – ein Instrument, das ihn mehr als fünfzehn Jahre begleitete – bevor er sich der klassischen Gitarre zuwandte. Durch diese tiefe Verbindung zur Gitarre fand er allmählich seinen Weg in die Welt des Luthierie.
Er schrieb sich an der Civica Scuola di Liuteria in Mailand ein, wo er 2011 unter der Anleitung von Lorenzo Lippi, Tiziano Rizzi und Gabriele Negri seinen Abschluss machte. In seinem letzten Studienjahr arbeitete er in der Werkstatt von Mirko Migliorini. In dieser Zeit entwickelte sich seine tiefe Hingabe an die klassische Gitarre vollständig – getrieben von einer Faszination für ihre reiche Klangpalette und das Studium des Klangs.
Von diesem Moment an widmete sich Marco Gilioli eingehend dem Studium der großen historischen Gitarrenbauer, mit besonderem Augenmerk auf die spanische Tradition und insbesondere auf Antonio de Torres, dessen Werk den Bau und den Klang der klassischen Gitarre grundlegend veränderte.
Seine Instrumente werden nach der traditionellen spanischen Methode gebaut, wobei stets der Klang und die Bedürfnisse des Gitarristen im Mittelpunkt stehen. Sie zeichnen sich durch einen weichen, warmen und ausgewogenen Ton aus, mit tiefen Bässen und klaren, singenden Höhen, verbunden mit hervorragender Spielbarkeit, Handhabung und Projektion.
Besondere Sorgfalt und Präzision werden den Details und der Verarbeitung gewidmet, was sein Engagement für Handwerk auf höchstem Niveau widerspiegelt.
Das Handwerk
Der Konzertgitarrenbau auf höchstem Niveau erfordert jahrelang angesammeltes Wissen: wie einzelne Holzstücke schwingen, wie Balkenstrukturen die Klangbalance beeinflussen, wie kleine geometrische Veränderungen den Charakter eines Instruments verschieben. Eine fertige Konzertgitarre repräsentiert in der Regel mehrere hundert Stunden Handarbeit. Jede Entscheidung – Holzauswahl, Gewölbehöhe, Balkendimensionen – prägt, was ein Spieler mit dem fertigen Instrument erreichen kann.





