Antonio Raya Pardo
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Antonio Raya Pardo - 2001 No. 750
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Antonio Raya Pardo – Gitarrenbauer
Frühes Leben und Ausbildung
Antonio Raya Pardo, geboren 1950 in Huelva (Jaén), gehört zu den prägenden Persönlichkeiten des Granadiner Gitarrenbaus. Im Alter von vierzehn Jahren zog seine Familie nach Granada. Zunächst arbeitete er als Weber, bevor er sich dem Bau von Gitarren zuwandte. Wie viele Gitarrenbauer seiner Generation begann er seine Lehre bei Eduardo Ferrer und arbeitete anschließend 1972 in der Werkstatt von José López Bellido. Dort lernte er die Grundlagen des Handwerks, verließ die Werkstatt aber bald, um seinen eigenen Weg zu gehen.
Eigenständigkeit und autodidaktischer Weg
Im Jahr 1973 eröffnete Antonio Raya Pardo seine eigene Werkstatt in Granada. Trotz seiner Ausbildung betrachtet er sich weitgehend als Autodidakt. Er betont jedoch, dass im Kreis der Granadiner Gitarrenbauer niemand völlig auf sich allein gestellt ist – es gebe immer Kollegen, die bereit sind zu helfen. Einer seiner engen Freunde und Ratgeber ist Antonio Marín Montero, von dem er wertvolle Anregungen erhielt.
Instrumente und Familientradition
Raya Pardo baut handgefertigte klassische und Flamenco-Gitarren. Sein Sohn, Antonio Raya Ferrer, lernte das Handwerk in seiner Werkstatt und führt die Familientradition unter seinem eigenen Namen fort. Antonio Raya Pardo baut unter anderem eine Variante der Torres-Konzertgitarre, bei der er das Marin-Bouchet-System anwendet, das auf der französisch-spanischen Gitarrenbautradition basiert.
Anerkennung und Vermächtnis
Antonio Raya Pardo zählt zu den fünf lebenden spanischen Gitarrenbauern, die der britische Autor James B. Summerfield in seiner Übersicht der besten Gitarrenbauer seit dem 19. Jahrhundert aufgenommen hat. Auch der Musikwissenschaftler Luis F. Leal Pinar widmete ihm in seinem Buch Guitarreros de Andalucía (2004) ein eigenes Kapitel – eine besondere Anerkennung seines handwerklichen und künstlerischen Beitrags.
Familienbezug zur Gitarrentradition Granadas
Antonio Raya Ferrer (geb. 1980) ist der Sohn von Antonio Raya Pardo und gehört zur jüngeren Generation der Granadiner Gitarrenbauer. Über seine Mutter Pilar Ferrer ist er zudem mit einer der ältesten Gitarrenbauerfamilien Spaniens verbunden. Sein Ururgroßvater Benito Ferrer (1845–1925) gilt als Begründer der Granadiner Gitarrenschule und baute die erste Gitarre für Andrés Segovia. Damit vereint die Familie Raya Pardo – Ferrer zwei der bedeutendsten Linien des spanischen Gitarrenbaus in Granada.



