Fragte man Gitarristen nach der einen größten Klassikgitarre, die je gebaut wurde, würden bemerkenswert viele auf ein einziges Instrument zeigen: die 1937er Hermann Hauser, die Andrés Segovia jahrzehntelang spielte und die beste Gitarre seiner Zeit nannte. Hinter dieser Legende steht eine der angesehensten Familien der Instrumentengeschichte — eine deutsche Bauer-Dynastie, die spanisches Design mit bayerischer Präzision vermählte und damit veränderte, was die Gitarre sein konnte.
Hermann Hauser I — der Begründer der Legende
Hermann Hauser I (1882–1952) wirkte in München und stammte aus einer Familie von Instrumentenbauern. Früh in seiner Laufbahn baute er in den deutschen Stilen seiner Zeit, doch alles änderte sich, als er den spanischen Gitarren von Torres und dem Spiel von Miguel Llobet und dem jungen Segovia begegnete. Hauser machte sich daran, die spanische Tradition von innen zu verstehen — und sie dann mit einer Präzision und Beständigkeit zu verfeinern, die unverkennbar die seine war. Das Ergebnis, jahrelang gereift, war Segovias gefeiertes Instrument von 1937, ein bleibender Maßstab dafür, was eine Konzertgitarre sein kann.
Eine Dynastie über vier Generationen
Was die Hauser-Geschichte außergewöhnlich macht, ist ihre Kontinuität. Das Handwerk ging über vier Generationen vom Vater auf den Sohn über: Hermann Hauser II (1911–1988) führte die Werkstatt fort und baute selbst hervorragende Instrumente; Hermann Hauser III (geboren 1958) trug die Tradition in die moderne Ära; und die Familienlinie setzt sich mit der nächsten Generation fort. Wenige Gitarrenbauerfamilien haben ein solches Niveau so lange gehalten.
Der Hauser-Klang
Eine große Hauser wird für Klarheit, Ausgewogenheit und einen feinen, fokussierten Ton geschätzt — ein Klang, der kraftvoll, aber nie grob ist, mit klar definierten Tönen und einer schönen Trennung der Stimmen. Wo manche Bauer reine Lautstärke jagen, schätzte die Hauser-Tradition stets Präzision und Adel des Tons. Ein Klang, der der Polyphonie Bachs ebenso vollkommen entspricht wie dem spanischen Repertoire.
Warum sie wichtig sind
Die Hausers bewiesen, dass das große spanische Design von Bauern einer anderen Tradition aufgegriffen, verstanden und erhöht werden konnte — und sie setzten einen Maßstab des Handwerks, der Gitarrenbauer weltweit bis heute inspiriert. Original-Hausers sind heute kostbare Sammlerinstrumente, und der Name bleibt ein Inbegriff für das Allerfeinste im Klassikgitarrenbau.
Häufige Fragen
Wer spielte eine Hermann-Hauser-Gitarre?
Am berühmtesten Andrés Segovia, dessen 1937er Hauser I er für die größte Gitarre seiner Zeit hielt.
Wie viele Hauser-Generationen gab es?
Vier — Hermann Hauser I, II und III sowie die fortgeführte Familienlinie.
Wie klingt eine Hauser?
Klar, ausgewogen und fein, mit klar definierten Tönen und einem edlen, fokussierten Klang.





