Die große Tradition der spanischen Gitarre hat still weit entfernt von Spanien Wurzeln geschlagen — auch in den kanadischen Prärien, in der Werkstatt von Daryl Perry. Von Winnipeg aus wurde er zu einem der feinsten Gitarrenbauer Kanadas und zu einem angesehenen Hüter der Torres-Schule.
Ein Handwerker von Hand
Perry widmet sich seit 1982 dem Bau von Saiteninstrumenten, und seine Gitarren werden heute von Spielern weltweit gesucht. Was seine Werkbank auszeichnet, ist eine fast klösterliche Hingabe an die Handarbeit: Er verzichtet bewusst auf Elektrowerkzeuge, in der Überzeugung, dass man Holz nicht wirklich versteht, ohne es von Hand zu formen. Jedes Instrument ist das Ergebnis dieses langsamen, unmittelbaren Gesprächs mit dem Material.
In der Linie von Torres
Früh in seiner Laufbahn besuchte Perry einen Workshop beim Bauer-Forscher José Luis Romanillos, der ihn in die zentralen Ideen der Torres-Schule einführte — und er hat dieses Verständnis seither verfeinert. Seine Gitarren zählen zu den feinsten, die heute in der Tradition von Torres, Hauser, Simplicio und Romanillos gebaut werden: warm, ausgewogen, im Geist zutiefst spanisch, obwohl sie in Kanada entstehen.
Anerkennung
Perry hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und beidseits des Atlantiks historische Forschung zum Instrument betrieben. Schon 1994 wurden zwei seiner Gitarren im Canadian Museum of Civilization gezeigt — ein Zeichen, wie ernst seine Arbeit als Handwerk und Kulturgut genommen wird. Heute ist sein Ruf durch und durch international.
Häufige Fragen
Wer ist Daryl Perry?
Ein kanadischer Gitarrenbauer aus Winnipeg, angesehen als einer der feinsten Konzertgitarrenbauer des Landes.
In welcher Tradition baut er?
In der Torres-Schule, die er u.a. durch einen Workshop bei José Luis Romanillos kennenlernte.
Warum verzichtet er auf Elektrowerkzeuge?
Er ist überzeugt, dass man das Holz nicht voll versteht, ohne es von Hand zu formen.





