Raphaël Feuillâtre — The Guitarist Who Joined Deutsche Grammophon

Raphaël Feuillâtre — der Gitarrist, der zur Deutschen Grammophon kam

Wenn ein so traditionsreiches Label wie die Deutsche Grammophon einen Klassikgitarristen unter Vertrag nimmt — etwas, das viele Jahre nicht geschehen war —, horcht die Musikwelt auf. Der Spieler, dem diese Auszeichnung zuteilwurde, ist Raphaël Feuillâtre, und sie ist hochverdient: Sein Bach besitzt eine Klarheit der Linie und ein Gespür für Architektur, das ebenso an einen Cembalisten wie an einen Gitarristen denken lässt, und sein Spiel trägt eine stille, unangestrengte Vornehmheit.

Von einer Plastikgitarre ins Konservatorium

Feuillâtre wurde 1996 in Dschibuti geboren und wuchs in der kleinen westfranzösischen Stadt Cholet auf. Seine Eltern waren keine Musiker, doch sie bemerkten seine Faszination, nachdem er mit sieben eine Spielzeug-Plastikgitarre bekommen hatte. Zwei Jahre später schrieb er sich am Konservatorium von Cholet ein und nahm seinen ersten Unterricht bei Hacène Addadi. Er studierte weiter am Conservatoire de Nantes bei Michel Grizard — dem er den Entschluss verdankt, Profi zu werden — und dann am Conservatoire national supérieur de musique in Paris, wo zu seinen Lehrern Roland Dyens und Tristan Manoukian zählten.

Die Siege, die die Tür öffneten

Sein Aufstieg war von zwei entscheidenden Siegen geprägt. 2017 holte er den ersten Preis beim José-Tomás-Villa-de-Petrer-Wettbewerb in Spanien, und 2018 kam der Durchbruch: der erste Preis beim Wettbewerb der Guitar Foundation of America (GFA), einem der begehrtesten Titel der Gitarrenwelt.

Das gelbe Label

Es war ein Video eben jenes Siegerauftritts bei der GFA, das die Aufmerksamkeit der Deutschen Grammophon erregte, deren leitende A&R-Verantwortliche ihn online entdeckt hatte. Mit sechsundzwanzig unterschrieb Feuillâtre beim berühmten gelben Label und wurde der erste Gitarrist seit vielen Jahren in dessen Reihen — und verschaffte dem Instrument einen Platz auf einer der renommiertesten Bühnen der klassischen Tonträgerwelt.

Visages baroques

Sein DG-Debüt Visages baroques erschien im März 2023 und verrät viel über die Art Musiker, die er ist. Statt zu den naheliegenden Gitarren-Schlachtrössern zu greifen, baute er das Album um Tastenmusik des französischen und deutschen Barock — Bach, Rameau, Duphly, Royer und Forqueray, dazu eine Scarlatti-Sonate —, vieles davon von Feuillâtre selbst transkribiert. Ein Programm, das die Gitarre dazu auffordert, die Artikulation des Cembalos und die ornamentreiche Phrasierung der Epoche nachzuzeichnen — und das ihm vollkommen liegt.

Die Klarheit eines Cembalisten

Das ist am Ende die Signatur seines Spiels: eine Transparenz des Satzes, in der jede Stimme einer kontrapunktischen Linie hörbar bleibt, gepaart mit einer rhythmischen Gelassenheit, die nie gehetzt klingt. Er behandelt Verzierungen nicht als Dekoration, sondern als Teil der Argumentation, und entlockt dem Instrument einen feinen, leicht kühlen, wunderbar ausgeglichenen Ton. Es ist ein Spiel von echtem Intellekt — und es hat ihn zu einem der meistbeachteten Gitarristen seiner Generation gemacht.

Häufige Fragen

Woher kommt Raphaël Feuillâtre?

Er wurde 1996 in Dschibuti geboren und wuchs in Cholet in Westfrankreich auf.

Warum ist er bedeutend?

Er wurde nach seinem GFA-Sieg 2018 der erste Gitarrist seit vielen Jahren mit einem Vertrag bei der Deutschen Grammophon.

Wer waren seine Lehrer?

Unter anderem Hacène Addadi, Michel Grizard und — in Paris — Roland Dyens und Tristan Manoukian.

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    Baujahr: 2023
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    Decke: Cedar
    Boden und Zargen: Madagascar rosewood
    Deckenoberfläche: Nitrocellulose
    Korpusoberfläche: Polyurethane
    Luftresonanz: G
    Gewicht (g): 1760
    Mechaniken: Pagos
    Zustand: Excellent
  • Baujahr: 2025
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    Decke: Spruce
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    Luftresonanz: F
    Gewicht (g): 1500
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    Zustand: Mint
  • Baujahr: 2025
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Flamed Maple
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: G sharp / A
    Gewicht (g): 1550
    Mechaniken: Fustero
    Zustand: New
  • Baujahr: 2026
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Indian rosewood
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: G
    Gewicht (g): 1710
    Mechaniken: Rubner
    Zustand: New
  • Gitarrenbauer: José Salinas
    Baujahr: 2026
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Indian rosewood
    Deckenoberfläche: Lacquer
    Korpusoberfläche: Lacquer
    Luftresonanz: F sharp / G
    Gewicht (g): 1550
    Mechaniken: Aparicio
    Zustand: New
  • Baujahr: 2015
    Bauart: Lattice
    Decke: Cedar
    Boden und Zargen: Indian rosewood
    Deckenoberfläche: Nitrocellulose
    Korpusoberfläche: Polyurethane
    Luftresonanz: G / G sharp
    Gewicht (g): 2460
    Mechaniken: Alessi
    Zustand: Excellent

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