Die meisten jungen Gitarristen hoffen, dass ihr erstes Album bemerkt wird. Mabel Milláns Debüt gelang etwas Selteneres: Es wurde Teil einer Latin-Grammy-Geschichte. Die spanische Gitarristin, noch am Anfang ihrer Laufbahn, hat sich einen Ruf aus einer Verbindung von frühreifem Wettbewerbserfolg und einem warmen, idiomatischen Gespür für die Musik ihres eigenen Landes aufgebaut — und zählt weithin zu den vielversprechendsten Konzertgitarristinnen ihrer Generation.
Aus Montilla
Millán stammt aus Montilla, einer Stadt südlich von Córdoba in Andalusien — dem Kernland eines Großteils der Musik, die sie so natürlich spielt. Diese regionale Verwurzelung ist hörbar: In ihrem spanischen Repertoire liegen eine Leichtigkeit und Echtheit, der Eindruck einer Spielerin, die ihre musikalische Muttersprache spricht, statt sie von außen zu erlernen.
Ein Grammy-prämiertes Debüt
Der prägende Moment ihrer jungen Laufbahn kam bei den 18. Latin Grammy Awards 2017. Der große kubanische Komponist Leo Brouwer gewann den Preis für die beste zeitgenössische klassische Komposition für seine Sonata del Decamerón Negro — und die Aufnahme, die sie in die Welt trug, war Milláns eigenes Debütalbum Gran Recital. Dass die erste Platte zum Träger eines Grammy-prämierten Werks wird, und das in so jungen Jahren, ist eine außergewöhnliche Auszeichnung und setzte sie fest auf die internationale Landkarte.
Neunzehn erste Preise
Hinter dieser Aufnahme lagen Jahre des Wettbewerbserfolgs. Millán hat rund neunzehn erste Preise gewonnen, darunter den Hauptpreis und den Publikumspreis beim Internationalen Wettbewerb Jacinto e Inocencio Guerrero, den ersten Preis beim Luso-Espanhol-Wettbewerb in Portugal, den Preis der Musikjugend Spaniens sowie den ersten Preis zusammen mit Publikums- und Interpretationspreis beim Internationalen Miguel-Llobet-Gitarrenwettbewerb. Eine solche Bilanz geschieht nicht zufällig — sie spricht von einer Spielerin mit Nerv und Beständigkeit zugleich.
Ihr Ton
Was das Publikum bei Millán hört, ist eine klare, singende Linie und ein echtes Gespür für das spanische und lateinamerikanische Repertoire — Albéniz, Joaquín Malats, Tárrega und die zeitgenössische Stimme Brouwers gleichermaßen. Sie verbindet die Disziplin einer Wettbewerbssiegerin mit der Ausdrucksfreiheit, die die Musik verlangt, und ihre Konzerte haben die Direktheit einer Spielerin, die ihren Instinkten vertraut. Ihre Laufbahn wird noch geschrieben — und sie ist ungewöhnlich vielversprechend.
Häufige Fragen
Woher kommt Mabel Millán?
Aus Montilla bei Córdoba in Andalusien, Spanien.
Was ist die Grammy-Verbindung?
Ihr Debütalbum Gran Recital enthielt Leo Brouwers Sonata del Decamerón Negro, die 2017 einen Latin Grammy für die beste zeitgenössische klassische Komposition gewann.
Was hat sie gewonnen?
Rund neunzehn erste Preise, darunter den Internationalen Miguel-Llobet-Gitarrenwettbewerb und den Jacinto-e-Inocencio-Guerrero-Wettbewerb.





