Michele Della Giustina - 2025 No. 438
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Verkauft

Michele Della Giustina - 2025 No. 438

Michele Della Giustina - 2025 No. 438

Details

Baujahr: 2025
Boden und Zargen: Indian rosewood
Decken-Finish: French polish
Korpus-Finish: French polish
Eigenkörperresonanz: G / G #
Mensur (mm): 640
Gewicht (g): 1534
Tuner: Pagos
Saiten: Knobloch - EDC 34.0
Zustand: New
Koffer: Hiscox Pro II “Siccas Edition”

Überblick

Diese 2025 gebaute Doubletop-Gitarre von Michele Della Giustina kombiniert leuchtenden, runden Ton mit blitzschneller Ansprache und außergewöhnlichem Spielkomfort. Mit Balsakern, Zedern- und Fichtendecke, wilden indischen Palisanderzargen in doppelter Bauweise sowie dekorativen Elementen aus gealterter Buche vereint sie akustische Raffinesse mit gestalterischer Tiefe. Die kurze Mensur von 640 mm und das erhöhte Griffbrett unterstützen Klarheit, Balance und Leichtigkeit.

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Video Übersicht

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Michele Della Giustina 2025 No. 438 Classical Guitar Review

Weitere Details zur Gitarre

Über den Gitarrenbauer

Michele Della Giustina, geboren 1962 in Vittorio Veneto, hat sich seit seinem Abschluss am Konservatorium in Udine im Jahr 1990 als bedeutender Gitarrenbauer etabliert. Seine Laufbahn begann unter der Anleitung von Maestro Carlo Raspagni, dessen Lehren ihn nachhaltig prägten. Eine entscheidende Wendung nahm sein Werdegang durch die Begegnung mit dem japanischen Gitarrenbauer Kazuo Sato. Diese führte zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Niibori Guitar Music Academy in Japan und zu einem Vortrag über Geigenbau in deren Tokioter Zentrale im Jahr 2003.

2004 betreute Della Giustina den japanischen Schüler Hiroyuki Arai zwei Monate lang in seiner Werkstatt – eine Begegnung, die nicht nur Araïs Können bereicherte, sondern auch Della Giustinas internationale Verbindungen stärkte. Seine Teilnahme an den Conventions der Guitar Foundation of America (GFA) in Montreal (2004) und Columbus–Atlanta (2006) öffnete ihm den amerikanischen Markt. Besonders prägend war zudem eine Einladung des NBC-Journalisten Ramon Zayas nach New York, der ihn in die Ostküsten-Szene einführte.

2007 folgte ein Aufenthalt am Konservatorium von Shanghai als Gast von Maestro Danny Yeh, wo er im Rahmen des Quindao Gitarrenfestivals einen Vortrag hielt und seine Instrumente präsentierte. Zuletzt wurde er 2023 am Nationalen Musikinstitut in Krakau für seine Verdienste um die klassische Gitarre gewürdigt. Della Giustinas Gitarren – inzwischen über 420 – sind weltweit gefragt: in Japan, den USA, China, Südkorea, Taiwan, Kolumbien, Brasilien, Europa und Italien.

Seine Instrumente verbinden tiefes Verständnis für historische Meister mit akustischem Feingefühl und zeitgemäßem Anspruch. Er arbeitet zugleich an einem „italienischen Konzeptinstrument“ aus Fichte und Ahorn, das sich an der großen italienischen Gitarrentradition orientiert, sowie an einem „Concept“-Modell mit Sinker Cedar-Decke und Mooreiche-Boden, das klanglich zwischen Vergangenheit und Zukunft vermittelt.

Neben dem Bau widmet sich Della Giustina auch der Ausbildung: Rund zwanzig Schüler haben in seiner Werkstatt eigene Instrumente gefertigt. Er lebt und arbeitet in einem Bergdorf in der Provinz Belluno, umgeben von Natur, seiner Frau Viviana, ihrem Sohn Vassili und einer bunten Schar von Haus- und Wildtieren – ein lebendiger Teil der italienischen Gitarrenbautradition.

Über die Gitarre

Diese Doubletop-Gitarre aus dem Jahr 2025 mit der Seriennummer 438 verkörpert eine sehr persönliche Vorstellung davon, was ein modernes Konzertinstrument sein kann. Die Decke besteht aus einem Balsakern mit innerer Schicht aus italienischer Fichte und einer goldfarbenen äußeren Zederschicht. Der Gitarrenbauer macht keinen Hehl aus seiner künstlerischen Ausrichtung: „Ich habe nie Kopien gebaut, obwohl ich die großen Meister studiert habe. Ich strebe einen Klang an, der in die Zukunft blickt, nicht zurück.“ Es geht ihm nicht um rohe Lautstärke, sondern um Projektion – darum, einen Raum mit Tiefe und Resonanz zu erfüllen, ohne aggressiv zu wirken.

Sein klangliches Leitbild ist die menschliche Stimme – nicht wegen ihrer Lautstärke, sondern wegen ihrer Ausdruckskraft und Tiefe. „Ich denke an Menschen, die leise sprechen, aber trotzdem eine große Präsenz haben – ihre Stimme erzählt von Erlebnissen, von Freude und Schmerz.“ Dieses Ideal spiegelt sich in einem runden, leuchtenden und ausdrucksstarken Klangbild wider. Der Ton ist weich und ausgewogen, verbindet Wärme mit Klarheit und lädt zum Zuhören ein. Die Gitarre bietet die Tiefe einer Doubletop, ohne dabei an Farbenreichtum oder dynamischer Nuancierung zu verlieren. Die Töne entfalten sich mühelos, das Instrument spricht sofort an und vermittelt ein Gefühl von Präzision und Leichtigkeit.

Die Zargen sind doppelt ausgeführt und enthalten zwischen der inneren und äußeren Schicht eingelassene Zedernleisten – eine originelle Konstruktion, die große Steifigkeit und Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht ermöglicht. Boden und Zargen bestehen aus wildem indischen Palisander und tragen zu einem fokussierten, resonanten und raumfüllenden Klang bei. Die fünf parallelen Leisten unter der Decke unterstützen diese Flexibilität, während die kurze Mensur von 640 mm und das erhöhte Griffbrett die Spielbarkeit zusätzlich fördern.

Ebenso entscheidend ist die unmittelbare Interaktion mit dem Spieler. „Ich arbeite viel an der Elastizität des schwingenden Systems“, erklärt der Gitarrenbauer, „damit sich der Interpret mechanisch vollkommen wohlfühlt.“ Die Reaktion ist lebendig, das haptische Feedback direkt – eine unmittelbare Verbindung zwischen Hand und Klang. Die Gitarre ermöglicht technische Präzision und klangliche Vielfalt und wird von Spielern als sicher und mühelos beschrieben – selbst bei schnellen Passagen.

Ästhetisch bietet das Instrument eine differenzierte Eleganz. Die transparente Schellackpolitur bringt die natürliche Schönheit der Materialien zur Geltung: die leuchtende Zederndecke, die ausdrucksstarke Maserung des wilden Palisanders und die helle, gealterte Buche, die als dekoratives Element dient. Diese einheimische Buche – verwendet in Rosette und Einlagen sowie am Halsfuß, Bodenstoß, im Steg-Mosaik und am Kopf – stammt aus der Region des Gitarrenbauers. Ihre Muster entstehen durch natürliche Alterung und Witterungseinflüsse. Die kontrastreichen Materialien greifen gestalterisch ineinander: das dunkle Makassar-Ebenholz des Stegs findet sich in den Pagos-Mechanikknöpfen wieder, deren schwarze Aluminiumplatte vom geölten Madagaskar-Furnier an der Unterseite des Kopfes gespiegelt wird. Die helle, gemaserte Buche bildet dazu einen reizvollen Gegenpol. „Ein Holz, das theoretisch ‚verdorben‘ ist, wird für mich zu etwas Schönem – ein Schmuck der Natur, die vor allem da war: vor uns, vor allem anderen.“

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  • Gitarrenbauer: Andrea Tacchi
    Gitarrenbauer: Seltene Gitarren
    Baujahr: 1994
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Indian rosewood
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: Nitrocellulose
    Luftresonanz: G
    Gewicht (g): 1660
    Mechaniken: Fustero
    Zustand: Excellent
  • Gitarrenbauer: Daniel Stark
    Baujahr: 2026
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Indian rosewood
    Deckenoberfläche: Polyurethane
    Korpusoberfläche: Polyurethane
    Luftresonanz: F sharp / G
    Gewicht (g): 1640
    Mechaniken: Pagos
    Zustand: New
  • Baujahr: 2026
    Decke: Spruce / Cedar
    Boden und Zargen: Cypress
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: G sharp / A
    Gewicht (g): 1635
    Mechaniken: Kris Barnett
    Zustand: New
  • Gitarrenbauer: Fabio Zontini
    Baujahr: 2023
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Other-woods
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: C sharp / D
    Gewicht (g): 975
    Mechaniken: Pegheads
    Zustand: Excellent
  • Baujahr: 2016
    Bauart: Lattice
    Decke: Cedar
    Boden und Zargen: Pau Ferro
    Deckenoberfläche: Nitrocellulose
    Korpusoberfläche: Nitrocellulose
    Luftresonanz: G sharp / A
    Gewicht (g): 1820
    Zustand: Very good
  • Gitarrenbauer: Santos Hernandez
    Baujahr: 1932
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Brazilian rosewood (Pre-CITES)
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: C sharp / D
    Gewicht (g): 1350
    Mechaniken: Fustero
    Zustand: Very good
  • Gitarrenbauer: Seltene Gitarren
    Baujahr: 1965
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Brazilian rosewood (CITES certified)
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: Nitrocellulose
    Luftresonanz: G sharp
    Gewicht (g): 1695
    Mechaniken: Landstorfer
    Zustand: Very good
  • Gitarrenbauer: Gerhard Oldiges
    Baujahr: 2015
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Brazilian rosewood (CITES certified)
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: F sharp
    Gewicht (g): 1410
    Mechaniken: Klaus Scheller
    Zustand: Excellent
  • Gitarrenbauer: Charalampos Koumridis
    Baujahr: 2025
    Bauart: Double-Top Gitarren
    Decke: Cedar
    Boden und Zargen: Cocobolo
    Deckenoberfläche: Oil
    Korpusoberfläche: Nitrocellulose
    Luftresonanz: F sharp / G
    Gewicht (g): 2020
    Mechaniken: Klaus Scheller
    Zustand: New
  • Gitarrenbauer: Fabio Zontini
    Baujahr: 2023
    Decke: Spruce
    Boden und Zargen: Caribbean rosewood
    Deckenoberfläche: French polish
    Korpusoberfläche: French polish
    Luftresonanz: F
    Gewicht (g): 1510
    Mechaniken: Alessi
    Zustand: Excellent

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