Edgar Mönch - 1958
Edgar Mönch - 1958
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Über den Gitarrenbauer
Edgar Mönch, geboren am 29. Oktober 1907 in Leipzig, stammte aus einem musikalisch geprägten Elternhaus – seine Mutter war eine russische Pianistin, sein Vater Violinist und Kapellmeister. Seine frühen Jahre verbrachte er in Russland, anschließend studierte er Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Danzig (heute Gdańsk). Er arbeitete später als technischer Dolmetscher bei Škoda in Prag und studierte parallel Violine am dortigen Konservatorium. Während des Zweiten Weltkriegs kam Mönch in englische Kriegsgefangenschaft, wo er einen Geigenbauer aus Breslau (heute Wrocław) traf und erste Erfahrungen im Gitarrenbau sammelte. Nach seiner Freilassung im Jahr 1947 widmete er sich vollständig dem Gitarrenbau und verfeinerte seine Fertigkeiten durch ein Studium bei Marcelo Barbero in Madrid. Zu seinen Schülern zählen heute bekannte Gitarrenbauer wie John Larrivée, Kolya Panhuyzen, Ken Bowen und Joseph Kurek. Seine Instrumente wurden von Persönlichkeiten wie Andrés Segovia, Julian Bream, John Williams und Vicente Gómez gespielt. Edgar Mönch verstarb am 16. Februar 1977, nur zwei Monate nach dem Tod seines Sohnes. Seine Gitarren gelten bis heute als präzise, klar klingend und dauerhaft bedeutend.
Über die Gitarre
Dieses Modell von 1958 ist ein herausragendes Beispiel aus Edgar Mönchs später deutscher Schaffensphase. Die Decke besteht aus Fichte mit außergewöhnlich enger und gleichmäßiger Maserung – ein Hinweis auf langjährige Lagerung und sorgfältige Holzauswahl. Boden und Zargen sind aus zertifiziertem brasilianischem Palisander mit auffallend gleichmäßiger Struktur gefertigt, ein Holz dieser Qualität ist heute nur noch schwer zu beschaffen. Klanglich vereint das Instrument alle Eigenschaften, für die Mönch geschätzt wird: klare Tontrennung, fokussierte Projektion und ein tragfähiger, singender Diskant. Die Bässe sind fest und resonant, drängen sich jedoch nicht in den Vordergrund und lassen dem Diskant ausreichend Raum zur Entfaltung. Die Ansprache ist direkt und artikuliert, was Mönchs präzisem Innenaufbau zu verdanken ist. Die originalen Landstorfer-Mechaniken funktionieren einwandfrei.
Zustand
Die Gitarre befindet sich in sehr gutem Zustand. Sie weist geringe Gebrauchsspuren auf, die mit sorgfältigem Spielgebrauch über die Jahre vereinbar sind. Auf der Rückseite befinden sich zwei kleine Risse, die professionell verleimt wurden und als stabil gelten. Es gibt keine Hinweise auf eine Weiterentwicklung dieser Stellen. Die Schellackpolitur ist optisch gut erhalten und zeigt die für Konzertgitarren dieses Alters typische Patina sowie leichte Oberflächenmarkierungen.









