Die Granada-Schule des Gitarrenbaus ist ebenso eine Familienangelegenheit wie eine regionale, und Paco Santiago Marín (geboren 1946) ist einer ihrer angesehensten Namen. In der Werkstatt seines Onkels ausgebildet, baut er seit über einem halben Jahrhundert Konzertgitarren, die für Projektion und Ausgewogenheit geschätzt werden.
Vom Möbelbau zur Gitarre
Santiago Marín wurde 1946 in Granada geboren. Sein Vater, ein Möbelschreiner, lehrte ihn, edles Holz zu bearbeiten, und mit zwölf stand er bereits an der Werkbank. 1963 trat er in die Werkstatt seines Onkels ein, des großen Antonio Marín Montero, und verbrachte dort fast ein Jahrzehnt, um den Weg vom Möbelschreiner zum vollwertigen Gitarrenbauer zu vollenden, bevor er 1973 seine eigene Werkstatt eröffnete.
Der Granada-Klang, stets in Entwicklung
Für Santiago Marín ist die Grundlage der Granada-Schule das Werk von Antonio de Torres — doch er hat nie aufgehört zu erforschen und zu verfeinern, wie sich dieses Ideal bauen lässt. Seine Gitarren werden für ihre starke Projektion, gleichmäßige Balance und reiche Klangfarbe bewundert, jene Qualitäten, die ein Konzertspieler braucht, um einen Saal zu füllen.
Von den Besten gewählt
Die Musiker, die seine Instrumente spielen, erzählen die Geschichte: darunter der gefeierte Solist Ricardo Gallén und der Komponist-Gitarrist Leo Brouwer, neben Manuel González und Iliana Matos. Über Jahrzehnte für Spieler dieses Ranges zu bauen, ist das sicherste Zeichen eines Meisters.
Häufige Fragen
Wer ist Paco Santiago Marín?
Ein spanischer Gitarrenbauer, 1946 in Granada geboren, einer der gefragtesten Bauer der Granada-Schule.
Bei wem lernte er?
Bei seinem Onkel, dem großen Granada-Bauer Antonio Marín Montero, in dessen Werkstatt er ab 1963 lernte.
Wer spielt seine Gitarren?
Künstler wie Ricardo Gallén und Leo Brouwer.





