Die Fantaisie Hongroise ist Mertz' berühmtestes Einzelwerk — eine schwungvolle ungarische Fantasie, die von düsterer Grandiosität zu virtuosem Feuer führt. Sie gehört zu den Trois Morceaux, Op. 65, in Wien in den 1850er Jahren veröffentlicht.
Die ungarische Tradition
Das Stück gehört zum Style hongrois — der europäischen Faszination des 19. Jahrhunderts für ungarische Volksidiome, die auch Brahms' Ungarische Tänze und Liszts Ungarische Rhapsodien inspirierte. Mertz wuchs im slowakisch-ungarischen Kulturraum auf. Das Werk schöpft aus dem Verbunkos und dem Csárdás: ein langsames, gewichtiges Lassú und ein schnelles, feueriges Friss.
Die Musik
In a-Moll mit Drop-D-Stimmung geschrieben, umfasst das Stück 159 Takte und verdichtet die gesamte romantische Gitarrenausdruckskraft in einem einzigen Bogen. Das langsame Eröffnungsteil verlangt weite Fingerstreckungen und einen tief resonanten Ton; der schnelle Abschnitt testet Geschwindigkeit, Klarheit und Ausdauer.
Aufgeführt bei Siccas Guitars
Das Spiel
Fortgeschrittenes Repertoire. Siehe den vollständigen Mertz-Leitfaden.





