Granada hat eine bemerkenswerte Reihe von Gitarrenbauern hervorgebracht, und Antonio Raya Pardo (geboren 1950) ist einer ihrer angesehensten lebenden Meister. Seine Werkstatt vereint zwei der großen Fäden der Stadt — die Ferrer-Tradition, in der er ausgebildet wurde, und den Marín–Bouchet-Ansatz, den er durch Freundschaft aufnahm — zu klassischen und Flamenco-Gitarren, die weltweit bewundert werden.
Von Jaén ins Herz Granadas
Raya Pardo wurde 1950 in Huelma in der Provinz Jaén geboren. Mit vierzehn zog seine Familie nach Granada, die Stadt, die sein Leben prägen sollte. Dort lernte er bei Eduardo Ferrer und später José López Bellido, und 1973 eröffnete er seine eigene Werkstatt. Er heiratete zudem Pilar Ferrer, eine Enkelin von Eduardo Ferrer — so zieht sich das Ferrer-Erbe durch sein Leben, im Handwerk wie in der Familie.
Zwei Traditionen an einer Werkbank
Obwohl er sich weitgehend als Autodidakt bezeichnet, schätzte Raya Pardo stets die Gemeinschaft der Granada-Bauer — und seine enge Freundschaft mit Antonio Marín Montero war besonders wichtig. Über sie nahm er das Marín–Bouchet-System auf, und eines seiner Markeninstrumente ist eine Torres-inspirierte Konzertgitarre nach diesen Linien, die spanische Tradition mit feinem französischem Einfluss verbindet.
Eine Familie, die fortbesteht
Sein Sohn Antonio Raya Ferrer lernte an seiner Seite und baut heute unter eigenem Namen und vereint damit zwei der einflussreichsten Gitarrenbau-Linien Granadas. Raya Pardos Instrumente — für ihre Qualität in der klassischen wie der Flamenco-Welt geschätzt — haben den Granada-Klang weit über Spanien hinausgetragen.
Häufige Fragen
Wer ist Antonio Raya Pardo?
Ein spanischer Gitarrenbauer, geboren 1950, einer der angesehensten lebenden Bauer der Granada-Schule.
Bei wem lernte er?
Er lernte bei Eduardo Ferrer und José López Bellido und wurde stark von seinem Freund Antonio Marín Montero beeinflusst.
Baut er auch Flamenco-Gitarren?
Ja — er wird für klassische wie für Flamenco-Instrumente bewundert.





