Thomas Friedrich schloss seine Ausbildung an der Geigenbauschule Mittenwald im Jahr 2007 ab. Anschließend sammelte er umfangreiche Erfahrungen im Neubau von Gitarren sowie in der Reparatur, bevor er 2014 den Meistertitel als Zupfinstrumentenmacher erwarb. Neben den handwerklichen Anforderungen seines Berufs hat ihn stets auch das Thema Gestaltung und formaler Ausdruck tief beschäftigt.
Für Thomas Friedrich stehen Klang und Akustik einer Gitarre in direktem Zusammenhang mit der Wahl des Tonholzes sowie mit der Vorstellungskraft und Erfahrung des Gitarrenbauers. Dieses Wechselspiel bildet die Grundlage seines individuellen Ansatzes im Gitarrenbau.
Das Handwerk
Thomas Friedrich arbeitet in der Tradition des deutschen Meisterhandwerks – einer Tradition, die Handarbeit, sorgfältige Holzauswahl und das Streben nach klanglichem Gleichgewicht über das gesamte Register des Instruments in den Vordergrund stellt. Der Konzertgitarrenbau auf diesem Niveau erfordert tiefes Wissen über Holzakustik, die Fähigkeit, einzelne Holzstücke zu lesen und zu formen, anstatt sie als austauschbar zu betrachten, sowie eine Geduld, die sich nicht beschleunigen lässt. Eine Konzertgitarre beansprucht vom Rohmaterial bis zum fertigen Instrument in der Regel mehrere hundert Arbeitsstunden.





