Ich wurde 1964 im Süden Englands geboren und baue traditionelle Gitarren nach traditionellen Methoden und Materialien. Mir ist stets bewusst, dass alle Hölzer einst lebende Bäume waren und großen Respekt verdienen. Aus diesem Grund strebe ich nach dem höchsten Niveau des Handwerks und arbeite vorwiegend mit traditionellen Handwerkzeugen. Dieser Ansatz ermöglicht es mir, die Flexibilität und Maserungsstruktur des Holzes auf eine Weise zu verstehen, die Maschinen nicht bieten können.
Mein Ziel ist es, Gitarren zu bauen, die leicht konstruiert sind, eine niedrige Körperresonanz haben und ein komfortables, leichtes Spielerlebnis bieten. Ich bewundere die Arbeit von José Luis Romanillos und schätze es, dass viele Spieler die Klangeigenschaften meiner Instrumente mit seinen vergleichen.
Ich verwende ausschließlich feinste europäische Fichte für die Decke, die mindestens fünf Jahre in meiner Werkstatt gelagert wird. Obwohl ich seit langem mit indischem Palisander für Boden und Zargen arbeite, habe ich mit nicht bedrohten Hölzern wie Ahorn und Walnuss ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Wenn diese Hölzer durchdacht eingesetzt werden, können sie Instrumente von außergewöhnlicher Musikalität hervorbringen. Ich glaube, dass ein bemerkenswerter Baum die Chance verdient, eine bemerkenswerte Gitarre zu werden.
Das Handwerk
Richard Newman arbeitet in der Tradition des klassischen Gitarrenbaus – einer Tradition, die Handarbeit, sorgfältige Holzauswahl und das Streben nach klanglichem Gleichgewicht über das gesamte Register des Instruments in den Vordergrund stellt. Der Konzertgitarrenbau auf diesem Niveau erfordert tiefes Wissen über Holzakustik sowie eine Geduld, die sich nicht beschleunigen lässt. Eine Konzertgitarre beansprucht mehrere hundert Arbeitsstunden.





