Biografie
Kazuo Sato wurde 1946 in Tokio geboren. 1965 begann er seine Ausbildung bei Meisterluthier Kuniharu Nobe. 1971 setzte er sein Studium in Oxford bei dem renommierten Instrumentenbauer David Rubio fort, wo er mehr als vier Jahre lang sein Handwerk verfeinerte und unter Rubios Anleitung Gitarren und Lauten baute. Nach der Eröffnung seiner ersten Werkstatt in Belgien 1974 zog er zwei Jahre später nach Deutschland. Seitdem hat er die Entwicklung der traditionellen klassischen Gitarre durch kontinuierliche Ideen und Innovationen vorangetrieben.
Sein Sohn Hideo Sato, der wie sein Bruder klassische Gitarre bei Prof. Ansgar Krause studierte, entwickelte von früh an ein starkes Interesse am Gitarrenbau. 2011 entschied er sich trotz einer vielversprechenden Karriere in der Softwarebranche in Japan, sich vollständig dem Handwerk zu widmen. Nach mehrjähriger Lehrzeit baut er nun gemeinsam mit seinem Vater klassische Konzertgitarren – gestützt auf Kazuos umfangreiche Erfahrung und bereichert durch eigene Konzepte. Bereits seine frühen Instrumente wurden von angesehenen Gitarristen und Professoren gespielt und geschätzt.
Die Sato-Werkstatt engagiert sich für die Gitarrenkultur: durch die Gründung der klassischen Konzertreihe Best of Guitar, durch Vorstandsarbeit im Verein Kultur und Gitarre e.V. sowie durch die Unterstützung des Internationalen Gitarrenfestivals Augsburg.
Zur Verfeinerung von Klang und Spielbarkeit arbeiten Kazuo und Hideo regelmäßig mit internationalen Künstlern zusammen. Seit Beginn seiner Karriere ist der international bekannte Konzertgitarrist und Professor Takeo einer ihrer wichtigsten Berater.
Das Handwerk
Der Konzertgitarrenbau auf höchstem Niveau erfordert jahrelang angesammeltes Wissen: wie einzelne Holzstücke schwingen, wie Balkenstrukturen die Klangbalance beeinflussen, wie kleine geometrische Veränderungen den Charakter eines Instruments verschieben. Eine fertige Konzertgitarre repräsentiert in der Regel mehrere hundert Stunden Handarbeit. Jede Entscheidung – Holzauswahl, Gewölbehöhe, Balkendimensionen – prägt, was ein Spieler mit dem fertigen Instrument erreichen kann.





