Philosophie und Ansatz
Der Bau klassischer Konzertgitarren begann im Jahr 1998, nach der Einschreibung an der Schule für Luthierie in Mailand – zunächst mit einem anderen Ziel vor Augen. Durch Besuche und den Austausch mit verschiedenen Luthier-Werkstätten entwickelte sich eine tiefe Faszination für ein Instrument, das zuvor als zweitrangig galt. Mit der Zeit wurden seine reichen klanglichen und ausdrucksstarken Qualitäten immer deutlicher.
Dieses wachsende Interesse führte zu einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit verschiedenen Schulen des Gitarrenbaus. Ausgehend von den historischen Instrumenten von Antonio de Torres, Hermann Hauser und Simplicio erweiterte sich dieser Weg durch Begegnungen mit Luthiers verschiedener Generationen – historisch wie zeitgenössisch. Ziel dieses Prozesses war es, die Ursprünge der Ideen und Intuitionen zu verstehen, die die klassische Gitarre in ihre heutige Form gebracht haben, und zu erforschen, wie diese Konzepte im modernen Gitarrenbau weiterentwickelt werden können. Die daraus gewonnenen Schlüsse werden nicht in Worten ausgedrückt, sondern durch den Klang und Charakter der Instrumente selbst.
Materialien und Handwerk
Die Gitarren sind das Ergebnis sorgfältiger und akribischer Handarbeit, die es ermöglicht, jede Phase des Baus mit Präzision und Aufmerksamkeit zu begleiten. Dieser Ansatz, verbunden mit dem Einsatz ausgewählter und gut gelagerter Tonhölzer, gewährleistet einen durchgehend hohen Standard in Klangqualität und struktureller Integrität.
Es werden ausschließlich nicht-synthetische Leime verwendet, und die Instrumente werden mit natürlichen Harzen lackiert. Die Hölzer werden sorgfältig ausgewählt und schließen Material aus Plantagen aus – um eine natürlich gewachsene Struktur ohne erzwungene Entwicklung zu gewährleisten. Dieser Auswahlprozess trägt nicht nur zu den ästhetischen Qualitäten der Instrumente bei, sondern auch zu ihrer klanglichen Tiefe und Authentizität.
Das Handwerk
Der Konzertgitarrenbau auf höchstem Niveau erfordert jahrelang angesammeltes Wissen: wie einzelne Holzstücke schwingen, wie Balkenstrukturen die Klangbalance beeinflussen, wie kleine geometrische Veränderungen den Charakter eines Instruments verschieben. Eine fertige Konzertgitarre repräsentiert in der Regel mehrere hundert Stunden Handarbeit. Jede Entscheidung – Holzauswahl, Gewölbehöhe, Balkendimensionen – prägt, was ein Spieler mit dem fertigen Instrument erreichen kann.





