Takeo Sato
Takeo Sato begann seine internationale Laufbahn als Konzertgitarrist im Alter von zwölf Jahren und gilt als einer der bemerkenswerten Gitarristen seiner Generation. 1996 gewann er mit vierzehn Jahren den ersten Preis beim International Guitar Contest in Bath. Bereits vor seinem Hauptstudium erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei erste Preise bei Jugend musiziert sowie Preise beim Anna Amalia Gitarrenwettbewerb in Weimar und beim Internationalen Gitarrenwettbewerb in Tokio. 2009 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Bach-Gitarrenwettbewerb in Reisbach. Im Jahr 2000 wurde ihm der Sonderpreis des Saarländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft verliehen.
Ausbildung
Seinen ersten Gitarrenunterricht erhielt er im Alter von neun Jahren von seinem Vater, dem japanischen Gitarrenbauer Kazuo Sato. Anschließend nahm er Privatunterricht und begann sein Vorstudium an der Hochschule für Musik Saar bei Prof. Ansgar Krause. 2001 wechselte er in die Klasse von Prof. Franz Halász an der Universität Augsburg, wo er sein Studium mit Auszeichnung abschloss. Es folgte ein Meisterklassenstudium am Königlichen Konservatorium in Den Haag bei Prof. Zoran Dukic. Weitere wichtige Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Toshio Hosokawa, David Russell, Alvaro Pierri, Carlo Marchione, Hubert Käppel, Ricardo Gallén, Stefano Grondona und Eduardo Egüez.
Musikalische Laufbahn
Seine Tätigkeit umfasst Rundfunk- und Fernsehproduktionen, Uraufführungen zeitgenössischer Musik sowie zahlreiche Kammermusikprojekte. Er nahm mit dem Croatian Guitar Quartet und dem Alegrías Guitar Trio auf und konzertierte in renommierten Reihen mit Künstlern wie Daniel Behle, Günther Groissböck, Stefanie Irányi, Iris Lichtinger, Judith Müller, Colin Balzer, Dominik Wilgenbus, Dimitri Lavrentiev und Tristan Angenendt. 2016 arbeitete er mit Catherine Habasque und dem Countertenor Thomas Lichtenecker an einem Projekt in der Elisabethenkirche Basel, 2018 wirkte er an einer Sony-Produktion in Zürich mit.
Als Solist tritt er mit Orchestern wie den Augsburger Philharmonikern, der Kammeroper München und dem Kammerorchester Die Zarge auf und arbeitet dabei mit Dirigenten wie Héja Domonkos, Nabil Shehata, Christian Reif, Thomas Guggeis, Bernhard Tluck und Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek. Von 2005 bis 2012 spielte er für die Organisation Yehudi Menuhin – Live Music Now und war später stellvertretender Vorsitzender und künstlerischer Leiter der Augsburger Sektion. Gemeinsam mit Dimitri Lavrentiev gründete er das Internationale Gitarrenfestival Augsburg.
Veröffentlichungen
2011 erschien sein erstes Soloalbum recital. 2012 veröffentlichte er eine Bearbeitung der Sonate WoO 33 / 4 & 5 von Beethoven bei Chanterelle Verlag, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Beethoven-Haus Bonn und der Staatsbibliothek zu Berlin. 2018 wirkte er bei einer Sony-CD-Produktion in Zürich mit.
Lehrtätigkeit
Bereits 2005 begann er, zwei Jahre vor Studienabschluss, als Assistent von Prof. Franz Halász zu unterrichten. Seit 2008 leitet er seine eigene Gitarrenklasse am Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg. Absolventinnen und Absolventen setzen ihre Studien bei international renommierten Professoren fort. Seit 2014 wirkt er im Rahmen des Max Weber Programms an den bayerischen Musikakademien. 2016 wurde er als Professor für Gitarre an das Landeskonservatorium Vorarlberg berufen. Darüber hinaus gibt er Meisterkurse und sitzt in Jurys nationaler und internationaler Wettbewerbe in Deutschland, Korea und Thailand.
Sonstiges
Takeo Sato spielt eine Meistergitarre seines Vaters Kazuo Sato und wird von Hannabach Strings, Hercules Stands, Guitarlift und Hughes & Kettner unterstützt.





