Hucky Eichelmann
Hucky Eichelmann gilt als einer der führenden klassisch ausgebildeten World-Guitar-Künstler. Er wurde im südwestdeutschen Sulzburg geboren, begann früh mit dem Gitarrenspiel und schloss bereits in jungen Jahren sein Masterstudium in klassischer Musik ab. In den drei Jahrzehnten nach seinem Studium entwickelte er eine internationale Karriere, die ihm aufgrund seiner weltweiten Auftritte den Beinamen „Musikalischer Botschafter zwischen Ost und West“ einbrachte. Er konzertierte auf fünf Kontinenten für Royals, Staatsoberhäupter, südamerikanische indigene Gemeinschaften, asiatische Bergvölker, afrikanische Kinder, bei führenden Gitarrenfestivals sowie mit thailändischen Musikerinnen und Musikern.
Trotz seiner klassischen Ausbildung entwickelte er ein breites Repertoire, das Traditionen aus Ost und West verbindet und klassische, folkloristische und populäre Elemente kombiniert. Seine künstlerische Arbeit zeigt eine kontinuierliche Suche nach neuen und anspruchsvollen musikalischen Ausdrucksformen.
Eichelmann fühlt sich besonders mit Thailand verbunden, seiner Wahlheimat. Seine Aufnahmen der Musik Seiner Majestät König Bhumibol trugen wesentlich dazu bei, die klassische Gitarre im Land populär zu machen. Er unterrichtete an der Chulalongkorn- und der Mahidol-Universität in Thailand, an der University of the Philippines und an der St. Cecilia Academy of Music. Zudem gab er Meisterkurse in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Afrika. In Thailand wird er für seine Pionierarbeit häufig als „Godfather of Classical Guitar“ bezeichnet.
Zu seinen künstlerischen Kooperationen zählen Projekte mit Ravi Shankar, Kitaro, Nina Corti, Xuefei Yang und Carlos Bonell. Er trat bei Festivals gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern wie John Williams, David Russell, Jorge Morel, Paco Peña, dem Los Angeles Guitar Quartet, Juan Martín, Costas Cotsiolis und Kazuhito Yamashita auf. Zum Abschluss des 20. Jahrhunderts wurde er eingeladen, ein Konzert im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zu geben – eine seltene Ehre für einen Instrumentalisten.
1984 gründete Eichelmann das Bangkok International Guitar Festival & Series. 1997 initiierte er das erste internationale Kunstfestival Thailands und übernahm die künstlerische Leitung. Später war er Direktor der Markgräfler Gitarrentage in Deutschland und der Bangkok International Showcase Series. Er nahm für WEA, EMI, Peacock und AMI Records auf.
Über sein Label AMI Records (Asia Music International Ltd.) produzierte er zahlreiche einflussreiche Aufnahmen thailändischer Musik. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Produktion von Khun-Ins Khun-In Off-Beat Siam, einer Fusion aus thailändischer Klassik, Rock und Jazz. Darüber hinaus dokumentierte er führende Meister der thailändischen Musiktradition aus allen vier Regionen des Landes in hochwertiger Audioqualität.
2011 übernahm Eichelmann die künstlerische Leitung der jährlichen Bangkok Guitar Fiesta. Im Juni 2012 trat er im Bloomsbury Theatre in London auf, eingeladen von der thailändischen Botschaft, um den 84. Geburtstag Seiner Majestät des Königs zu feiern. Das Konzert vor ausverkauftem Haus endete mit Standing Ovations.





