Neapel hat der Welt viel Musik geschenkt, und mit Cristina Galietto hat es eine seiner begabtesten jungen Gitarristinnen hervorgebracht. Im Jahr 2000 geboren, gehört sie zur jüngsten Generation italienischer Spieler — mit echtem Ernst ausgebildet, sicher über vier Jahrhunderte Repertoire hinweg und bereits Siegerin auf dem internationalen Wettbewerbsparkett. Ihr Spiel hat eine Helligkeit und Klarheit, die Kritiker hervorgehoben haben, und eine Neugier, die vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht.
Vom Vater unterrichtet
Wie bei vielen Musikern, deren Liebe zum Instrument angeboren scheint, lernte Galietto ihre ersten Töne zu Hause: Ihr Vater Alberto brachte ihr die Gitarre bei, ehe irgendeine formale Schulung begann. Mit zehn trat sie in das Konservatorium „San Pietro a Majella" in Neapel ein — eine der geschichtsträchtigsten Musikschulen Italiens — und besuchte zudem das musische Gymnasium Margherita di Savoia der Stadt, wo sie bei Enzo Amat lernte. Ihr Studium schloss sie zwischen dem Konservatorium San Pietro a Majella und dem Konservatorium Domenico Cimarosa in Avellino ab, in der Klasse von Lucio Matarazzo, mit Auszeichnung und besonderer Erwähnung.
Eine ernsthafte Ausbildung
Galietto hatte es nicht eilig, mit dem Lernen aufzuhören. Sie hat zwei Master-Abschlüsse in klassischer Gitarre und absolvierte einen dritten an der Kunstuniversität Graz (KUG), in den Klassen von Paolo Pegoraro und Łukasz Kuropaczewski — zwei der angesehensten Pädagogen Europas. Es ist jene tiefe, ausdauernde Ausbildung, die sich in der Gelassenheit ihres Spiels zeigt.
Preise quer durch Europa
Ihre Wettbewerbsbilanz reicht über den Kontinent. Zu den Siegen, die ihr am meisten bedeuten, zählen der Wettbewerb „Alexis Rago" in Stuttgart, der „Andrés Segovia" in Monheim am Rhein, der Wettbewerb in Uppsala und — ein bedeutender — der EuroStrings-Wettbewerb 2021 im spanischen Petrer. Im selben Jahr erhielt sie die „Goldene Gitarre" beim Internationalen Gitarrentreffen in Mailand. EuroStrings, eine Plattform für Europas vielversprechendste junge Gitarristen, hat sie seither auf Bühnen quer durch den Kontinent getragen.
Von Dowland bis heute
Was Galietto auszeichnet, ist die Bandbreite dessen, was sie spielt — von Renaissance- und Barockwerken, darunter die Scarlatti-Sonaten, für die sie gelobt wurde, über das romantische Repertoire bis zur zeitgenössischen Musik. Sie hat Soloabende in Deutschland, Serbien, Rumänien, Schweden, Slowenien, Großbritannien (darunter der renommierte Hall One im Kings Place in London) und Italien gegeben. Ihre Laufbahn ist im vollen Aufstieg — und ihr Name einer, den man sich merken sollte.
Häufige Fragen
Woher kommt Cristina Galietto?
Sie wurde 2000 in Neapel, Italien, geboren und lernte die Gitarre zuerst von ihrem Vater.
Wo studierte sie?
An den Konservatorien von Neapel und Avellino sowie an der Kunstuniversität Graz bei Paolo Pegoraro und Łukasz Kuropaczewski.
Was hat sie gewonnen?
Den EuroStrings-Wettbewerb 2021 und die Mailänder „Goldene Gitarre", neben weiteren internationalen Preisen.





