Daniele Chiesa - 2025 Doubletop XXX Aniversary model
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Über den Gitarrenbauer
Daniele Chiesa wurde 1973 in Bergamo geboren und fand zunächst als Gitarrist zur Musik. Schon früh studierte er sowohl klassische als auch Jazzgitarre. 1994 zog er nach Cremona, um dort Musikwissenschaft zu studieren, und kam so in eine Stadt, deren Geschichte untrennbar mit den höchsten Traditionen des italienischen Streichinstrumentenbaus verbunden ist. Dort führte ihn der Verlust seiner eigenen Gitarre unerwartet zum Instrumentenbau. Was als Versuch begann, ein gestohlenes Instrument zu ersetzen, wurde zum Ausgangspunkt eines beruflichen Weges, der ihn 1998 mit dem Abschluss an der Geigenbauschule in Cremona als Maestro Liutaio enden ließ.
Seine Ausbildung setzte sich in einer Reihe prägender Werkstattaufenthalte fort, die sowohl sein technisches Wissen als auch sein Verständnis unterschiedlicher Gitarrenbautraditionen erweiterten. In Kalifornien arbeitete er bei Kenny Hill und gewann dort unmittelbare Einblicke in den Bau der traditionellen spanischen Gitarre. Später verbrachte er ein Jahr in der Werkstatt von Tom Ribbecke in der San Francisco Bay Area, wo er durch den Bau von Archtop Instrumenten mit einem deutlich anderen Ansatz des Gitarrenbaus in Berührung kam. Weitere Arbeit im Bereich Auswahl und Sortierung von Tonhölzern, darunter auch Brasilianisches Palisander, vertiefte zusätzlich sein Verständnis für Materialien.
Ein entscheidender Schritt folgte in Córdoba, wo ihn die Begegnung mit Paco Santiago Marín dazu brachte, sich in Granada niederzulassen und sich damit in das lebendige Zentrum des spanischen Gitarrenbaus zu begeben. Dort verfeinerte er im Umfeld von Gitarrenbauern wie Antonio Marín Montero, José Plazuelo und Rolf Eichinger jene Techniken, die seine eigenen Instrumente prägen sollten. Seit den frühen 2000er Jahren baut er seine Gitarren in Andalusien und hat dort eine eigene Handschrift entwickelt, die in der Tradition Granadas verwurzelt ist und zugleich offen bleibt für sorgfältige konstruktive Weiterentwicklung auf Grundlage langjähriger Werkstatterfahrung.
Über die Gitarre
Dieses Jubiläumsmodell aus dem Jahr 2025 von Daniele Chiesa ist eine Double Top aus Zeder mit Nomex und indischem Palisander, die nicht als Bruch mit seiner bisherigen Arbeit gedacht ist, sondern als weiterentwickelte Fortsetzung davon. Nach Chiesas eigener Darstellung hat dieses Modell in den vergangenen Jahren einen großen Teil seiner Entwicklungsarbeit geprägt, wobei jedes neue Instrument als weiterer Schritt in Richtung Verfeinerung von Struktur, Balance und Ansprache verstanden werden kann. Die vorliegende Gitarre zeigt diesen Prozess in einer Reihe gezielter Entscheidungen, darunter laminierte Zargen, eine asymmetrische Fächerbeleistung mit sechs Leisten sowie eine neu gedachte Griffbrettkonstruktion, die eine präzisere Vorbereitung vor der Endmontage ermöglicht.
Musikalisch fällt vor allem die Verbindung von Schnelligkeit und Ordnung auf. Die Gitarre spricht äußerst direkt an, entwickelt den Ton sehr schnell und bleibt dabei bemerkenswert sauber im Klangbild. Genau diese Balance steht im Zentrum des Konzepts. Chiesa spricht ausdrücklich über die Risiken, die Zeder und Double Top Konstruktionen mit sich bringen können, besonders über eine Tendenz zu übermäßiger Dunkelheit oder zu einem zu wenig definierten Zusammenfließen der Töne. Bei diesem Instrument sind diese Gefahren klar beherrscht. Der Ton wirkt fokussiert, über das gesamte Griffbrett hinweg sehr ausgeglichen und bleibt auch bei lebhafter Ansprache klar konturiert. Akkorde verdichten sich nicht zu einer undifferenzierten Masse, sondern behalten ihre innere Struktur.
Der klangliche Eindruck ist der einer Double Top, die sich ihre enge Verbindung zur traditionellen Gitarre bewahrt. Der Ton besitzt Farbe, Detail und Ausgewogenheit, zugleich aber auch jene Rundung und Leichtigkeit in der Ansprache, die mit der geringeren Masse und der höheren Effizienz dieser Bauweise verbunden sind. Anstatt auf einen übersteigerten modernen Effekt zu zielen, scheint Chiesa die Vorteile der Double Top in eine musikalisch vertraute Sprache einbinden zu wollen. So entsteht ein Klang, der elegant, präzise und in sich stimmig wirkt, mit großem dynamischem Spielraum und einer besonders gleichmäßigen Reaktion über alle Register hinweg.
Ein Teil dieser Kontrolle ergibt sich aus der zugrunde liegenden Konstruktionslogik. Chiesa schließt dieses Modell von der Decke aus, eine Methode, die er gerade bei Double Tops für besonders sinnvoll hält, weil sie Spannungen an den Rändern reduziert und der Decke erlaubt, über ihre gesamte Fläche entspannter zu arbeiten. Hinzu kommt eine Innenbehandlung von Boden und Zargen, die er gezielt als Mittel zur klanglichen Balance einsetzt, um dort etwas mehr Brillanz zu gewinnen, wo Zeder und Double Top Bauweise sonst zu stark ins Dunkle gehen könnten. Diese Entscheidungen erscheinen nicht als bloße Theorie, sondern als Ergebnis langjähriger empirischer Vergleiche zwischen eng aufeinander abgestimmten Instrumenten. Genau diese Haltung ist bezeichnend für Chiesas Arbeit. Die Gitarre ist nicht auf Neuheit um ihrer selbst willen angelegt, sondern auf sorgfältig geprüfte Veränderungen, die Ansprache, Klarheit und strukturelle Stabilität bewusst formen.
So bietet dieses Jubiläumsmodell eine überzeugende Verbindung aus Verfeinerung und Kraft. Es reagiert schnell, bleibt geordnet und spricht mit einem sauberen, eleganten Ton, der weder schwer noch überzeichnet wirkt. Für Spielerinnen und Spieler, die die Unmittelbarkeit und den dynamischen Komfort einer Double Top suchen, ohne dabei auf klangliche Disziplin und eine deutliche Nähe zur traditionellen Gitarre verzichten zu wollen, ist dieses Instrument eine ausgereifte und sehr schlüssige Interpretation.
Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer des Instruments
Auch bei sorgfältigem Gebrauch kann sich das Aussehen einer Konzertgitarre allmählich verändern oder sie kann auf ungleichmäßige Lagerbedingungen reagieren. Schaue Dir Deine Gitarre regelmäßig genau an und achte auf Veränderungen. Wenn Dein Instrument unter den äußeren Einflüssen leidet, wird es Dich darauf aufmerksam machen.
Schütze Deine Gitarre: Gehe vorsichtig damit um
Sei vorsichtig, wenn Du Dein Instrument mit fettigen oder ungewaschenen Händen berührst: Jeder Hautkontakt greift den Lack an. Natürlich ist eine Gitarre zum Spielen da, aber einige Vorsichtsmaßnahmen tragen dazu bei, ihre Schönheit zu bewahren: Waschen Deine Hände vor dem Spielen, trage lange Ärmel und vermeide unnötigen direkten Hautkontakt mit dem Korpus des Instruments.
Profi-Tipp: Vermeide es, mit einem Hemd, schwerem Schmuck oder einem Gürtel zu spielen, da diese die Gitarre zerkratzen können. Stelle außerdem sicher, dass Der Gitarrenkoffer frei von Gegenständen ist, die das Instrument während der Lagerung beschädigen könnten.
Saitenpflege
Eine gute Angewohnheit ist es, die Saiten nach jedem Spielen kurz abzuwischen. Diese kleine Maßnahme verlängert ihre Lebensdauer erheblich und sorgt für ein gleichmäßiges, angenehmes Gefühl unter den Fingern.
Saubere Saiten sind für die Stimmung Deines Instruments unerlässlich. Korrosion, Schweiß und Staub können die Gleichmäßigkeit der Saiten beeinträchtigen und die genaue Stimmung über das gesamte Griffbrett beeinträchtigen.
Profi-Tipp: Wenn Du Probleme hast, Deine Gitarre zu stimmen, ist es möglicherweise an der Zeit, die Saiten zu wechseln. Ein nützlicher Test ist, die Tonhöhe des Obertons am 12. Bund mit der gegriffenen Note am 12. Bund zu vergleichen. Besteht ein ungewöhnlich großer Abstand zwischen den beiden, haben die Saiten möglicherweise ihre Integrität verloren und sollten ersetzt werden.
Sorge für den Glanz Ihres Schellack-Finishs!
Du hast eine Gitarre mit Schellack-Finish (Schellackpolitur)? Hier ein einfacher Trick: Nehmen ein sauberes Mikrofasertuch und hauche sanft auf die Oberfläche, um einen leichten Nebel zu erzeugen. Reibe anschließend sanft, um Fingerabdrücke, Schweiß und Fett zu entfernen. Das reicht normalerweise schon aus, um die Gitarre in Topform zu halten – ganz ohne Pflegeprodukte!
Profi-Tipp: Gönne Deiner Gitarre alle paar Jahre einen Check bei einem Gitarrenbauer, um sie in Topform zu halten.
Lagerung Deiner Gitarre: Das Klima ist wichtig
Deine Gitarre kann sicher außerhalb ihres Koffers bleiben, solange die Umgebungsfeuchtigkeit 42–55 % und die Temperatur zwischen 18–25 °C beträgt.
Bedenke, dass die Luftfeuchtigkeit im Koffer immer noch schwanken kann, insbesondere bei Jahreszeitenwechseln.
- Zu viel Feuchtigkeit kann zu überspannten Saiten und einem dumpfen Ton führen.
- Zu geringe Luftfeuchtigkeit kann zu einer aufgewölbten Decke, Saitenschnarren oder sogar Rissen führen.
Stelle Deine Gitarre nicht in die Nähe von Heizkörpern, Klimaanlagen oder Fenstern mit direkter Sonneneinstrahlung.
Profi-Tipp: Schließe Deinen Gitarrenkoffer beim Spielen immer. So bleibt das Mikroklima im Koffer stabil und Dein Instrument ist geschützt, sobald Du es es wieder hineinlegst.