Italien liebte Pino Daniele (1955–2015) als einen seiner größten Singer-Songwriter, doch Gitarristen lieben ihn für etwas Konkreteres: Er war ein hervorragender Spieler, der die Seele der Nylongitarre in die populäre Musik goss und das Lied seines heimatlichen Neapel mit amerikanischem Blues zu einem ganz eigenen Klang verschmolz.
Der Klang Neapels
Autodidakt, mischte Daniele neapolitanische Melodie mit Blues, Jazz und mediterraner Farbe — eine Mischung, die er scherzhaft „taramblu" nannte, aus Tarantella, Rumba und Blues. Im Zentrum stand sein Gitarrenspiel: warm, fließend, zutiefst ausdrucksstark und oft auf Nylonsaiten gespielt, deren Weichheit zur Zärtlichkeit seiner Lieder perfekt passte.
Eine rastlose Suche nach Klang
Daniele jagte stets neuen Klängen nach und wechselte zwischen elektrischen, halbakustischen und akustischen Instrumenten. Unter seinen Konzertgitarren sticht eine für jeden Liebhaber feiner Instrumente hervor: eine antike Louis Panormo aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts — eine über hundert Jahre zuvor in London gebaute Gitarre, ein Familiengeschenk, die er restaurieren ließ und auf dem Album Mascalzone Latino einsetzte. Mehr über Louis Panormo →
Warum das zählt
Daniele ist der Beweis, dass die Nylongitarre das schlagende Herz einer nationalen Popmusik sein kann. Für Millionen in Italien und darüber hinaus ist der Klang seiner Konzertgitarre der Klang Neapels — seelenvoll, sonnenwarm und unverkennbar menschlich.
Häufige Fragen
Spielte Pino Daniele Klassikgitarre?
Ja — die Nylongitarre stand im Zentrum seines Stils, und er besaß klassische Instrumente und nahm mit ihnen auf, darunter eine antike Louis Panormo.
Was war sein Stil?
Eine persönliche Verschmelzung des neapolitanischen Lieds mit Blues und Jazz, die er „taramblu" nannte.
Welche berühmte Gitarre besaß er?
Eine Louis-Panormo-Konzertgitarre aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, eingesetzt auf dem Album Mascalzone Latino.
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