Erfahrungen & Bewertungen zu Siccas Guitars

Andrea Tacchi

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Andrea Tacchi – Gitarrenbauer

Andrea Tacchi wurde 1956 geboren und wuchs in der magischen Stadt Florenz auf, in einer Zeit, in der es viele Ateliers und Werkstätten für Kunsthandwerker gab, in denen man unzählige hochwertige Artefakte finden konnte, die von guten Handwerkern hergestellt wurden. Von einem frühen Alter an und mit großer Phantasie, machte Andrea viele Artikel aus verschiedenen Materialien, die er finden würde. In seinen Teenagerjahren baute er einige relativ grobe Gitarren, bevor er später einen argentinischen Exilanten, Ricardo Brané, kennenlernte, der in die Chianti-Region gezogen war und nach verschiedenen Karrieren selbst mit dem Bau von Gitarren und Lauten begonnen hatte. Nachdem er viel von Ricardo Brané gelernt hatte, wurde die Freundschaft durch Branés frühen Tod im Alter von 44 Jahren unterbrochen.
In den 80er Jahren lernte Andrea Tacchi Robert Bouchet und Daniel Friederich kennen und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Von diesen beiden legendären Instrumentenbauern lernte er viele praktische Dinge: den Bau von Werkzeugen und Vorrichtungen, oft mit Bezug auf eine Kopie von Robert Bouchets Werkstattnotizen, sowie Inspiration über den spirituellen Weg des Instrumentenbaus, auf dem das physische Handwerk zur Kunst wird.

Zusätzliche Gelegenheiten, andere gute Gitarrenbauer wie Robert Ruck, Ignacio Fleta und José Romanillos zu treffen und von ihnen zu lernen, trugen viel zu Andrea’s Verständnis für das Handwerk des Gitarrenbauers bei.

Mitte der 1990er Jahre wurde Andrea Tacchi dazu bewegt, die erste von vielen Repliken einer Robert Bouchet-Gitarre herzustellen. In ähnlicher Weise produzierte er viele Repliken oder „Omaggio“ der Arbeit der Meister aus Barcelona, Enrique Garcia und Francisco Simplicio.

Mit Hilfe seines phantasievollen Geistes und dem Wunsch, neue Ideen auszuprobieren, entwickelte Andrea zwei Konzertgitarrenmodelle: die Coclea und die Thucea, die er komplett selbst entwarf. Die Coclea entstand aus einer sehr strukturierten und geometrischen Herangehensweise an die Form, die Abmessungen und die Gewichte der Hauptkomponenten. Die Thucea mit ihrer Kombination aus Fichte und Zeder in der Decke entstand aus der Beobachtung und Bewunderung der Klangeigenschaften einiger Gitarren, wie z.B. der Torres mit drei- oder vierteiliger Decke, und der Ausweitung dieser Idee auf die Anwendung der beiden unterschiedlichen Hölzer auf die Gitarrenfront. Diese Instrumente sind natürlich ganz anders als die „Omaggio„-Modelle, aber auch sie haben starke Befürworter unter vielen guten Spielern und professionellen Interpreten auf der ganzen Welt.

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