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FLAMENCO GITARREN

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Flamenco-Gitarren

„Flamenco“ steht für eine spezielle Art von Musik und Tanz aus Andalusien in Spanien. Die musikalische Begleitung der Lieder und Tänze erfolgt klassischerweise durch Klatschen („palmas“ von palma – die Handfläche), Kastanien und die Gitarre.

Wie unterscheiden sich Flamenco-Gitarren von Konzertgitarren?

Flamencogitarren haben schmalere Zargen und sind leichter gebaut als Konzertgitarren. Die Form ist mehr oder weniger die gleiche. Der Abstand zwischen den Saiten und dem Griffbrett und der Decke ist viel flacher. Schnelle Läufe, wie sie im Flamenco üblich sind, sind dadurch leichter zu spielen. Ein leichtes Anschlagen der Bünde ist erlaubt und unterstreicht den perkussiven Charakter der Musik. Die leichte Bauweise macht den Klang der Gitarre schneller und prägnanter.
Ursprünglich waren die Saiten an Wirbeln befestigt, die wie bei Saiteninstrumenten durch den Kopf geschoben wurden. Heute werden in der Regel handelsübliche Stimmgeräte verwendet, wodurch sich die Instrumente leichter und präziser stimmen lassen.
Auf der Decke der Flamencogitarre befindet sich oft ein spezieller Schlagschutz, der „Golpeador“. Er ist transparent, selbstklebend (elektrostatisch) und flexibel. Das bedeutet, dass er jederzeit entfernt werden kann, wenn die Gitarre für andere Zwecke verwendet wird. Der Golpeador hat die Aufgabe, den Resonanzboden vor Schlägen mit den Fingern der Spielhand zu schützen. Der Name „Golpeador“ leitet sich vom spanischen „golpe“ für „Schlag“ ab und bezieht sich auf eine für den Flamenco typische perkussive Spielweise, bei der die Decke mit dem Fingernagel und der Fingerspitze angeschlagen wird, um einen rhythmischen Klopfklang zu erzeugen. Einmal angebracht, ist ein Golpeador kaum sichtbar und sorgt für eine längere Lebensdauer der Gitarre. Der Klang wird durch die Verwendung eines Golpeadors praktisch nicht beeinträchtigt.

Aus welchen Hölzern werden Flamenco-Gitarren hergestellt?

Traditionell wird der Korpus einer Flamencogitarre aus Zypressenholz oder Palisander und die Decke aus Fichte gefertigt (sogenannte Flamenco Negras). Paco de Lucia, der wohl berühmteste Flamenco-Gitarrist aller Zeiten, wollte eine etwas kräftigere, lautere Flamenco-Gitarre. Dies veränderte die Flamencogitarre erheblich.
Die meisten spanischen Gitarrenbauer bauen auch Flamencogitarren, die bekanntesten sind sicherlich die Gitarren von Conde Hermanos, die auch Gitarren für Paco de Lucia gebaut haben.

Flamencogitarre – Spieltechnik

Flamenco wird etwas anders gespielt als klassische Gitarre. Die Spieler verwenden eine andere Haltung, Anschlagsmuster und Techniken. Flamenco-Gitarristen sind als tocaores bekannt (von einer andalusischen Aussprache von tocadores, „Spieler“) und die Flamenco-Gitarrentechnik ist als toque bekannt.

Flamenco-Spieler neigen dazu, die Gitarre zwischen dem Schallloch und dem Steg zu spielen, aber so nah wie möglich am Steg, um eine rauere, kratzende Klangqualität zu erzeugen. Im Gegensatz zum klassischen Tirando, bei dem die Saiten parallel zur Decke gezogen werden, werden beim Flamenco apoyando die Saiten so zur Decke hin angeschlagen, dass der anschlagende Finger von der nächsten Saite aufgefangen und gestützt wird, daher der Name apoyando (von spanisch apoyar = „stützen“). Manchmal führt diese Spielweise dazu, dass die schwingende Saite die Bünde entlang ihrer Länge sanft berührt, was einen perkussiveren Klang verursacht.

Während ein klassischer Gitarrist die Gitarre auf dem linken Bein stützt und sie schräg hält, kreuzen Flamenco-Gitarristen normalerweise ihre Beine und stützen die Gitarre auf dem Bein, das oben ist, wobei der Gitarrenhals fast parallel zum Boden liegt. Die unterschiedliche Position kommt den verschiedenen Spieltechniken entgegen. Viele der Tremolo-, Golpe- und Rasgueado-Techniken sind einfacher und entspannter, wenn der rechte Oberarm am Ellenbogen durch den Gitarrenkorpus gestützt wird, anstatt durch den Unterarm wie bei der klassischen Gitarre. Nichtsdestotrotz verwenden einige Flamenco-Gitarristen die klassische Position.

Flamenco wird üblicherweise mit einer Cejilla (Kapodaster) gespielt, die die Tonhöhe anhebt und die Gitarre schärfer und perkussiver klingen lässt. Der Hauptzweck bei der Verwendung einer Cejilla ist jedoch, die Tonart der Gitarre zu ändern, um sie an den Stimmumfang des Sängers anzupassen. Da der Flamenco eine improvisierte Musikform ist, die allgemeine Strukturen und Akkordfolgen verwendet, macht der Kapodaster es einfacher für Spieler, die noch nie zusammen gespielt haben, dies zu tun. Anstatt jedes Mal, wenn der Sänger wechselt, in eine andere Tonart zu transkribieren, kann der Spieler den Kapodaster bewegen und die gleichen Akkordpositionen verwenden. Der Flamenco verwendet viele stark modifizierte und offene Akkordformen, um einen soliden Bordun-Effekt zu erzeugen und mindestens einen Finger frei zu lassen, um melodische Noten und Bewegung hinzuzufügen. Sehr wenig traditionelle Flamenco-Musik ist geschrieben, sondern wird meist von Hand zu Hand weitergegeben. Bücher sind jedoch immer mehr verfügbar.

Sowohl die Begleitung als auch die Solo-Flamenco-Gitarre basieren sowohl auf modalen als auch auf tonalen Harmonien; meistens wird beides kombiniert.

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